Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FISCHNALER-CHRONIK · JULI 10.

Kartoffelkarten-Formular der "Rohö"

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 10. Juli 1918 · Seite 1 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #2114 (Buchseite 112, Juli 10.): „Aus dem Kreise der „Rohö“ wird durch Veröffentlichung eines entsprechenden Kartoffelkarten-Formulars der Nachweis versucht, daß die behördlich befürchteten Schäden der Allgemeinversorgung bei Einführung dieser Karte wohl vermieden werden könnten.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 112: „Aus dem Kreise der „Rohö“ wird durch Veröffentlichung eines entsprechenden Kartoffelkarten-Formulars der Nachweis versucht, daß die behördlich befürchteten Schäden der Allgemeinversorgung bei Einführung dieser Karte wohl vermieden werden könnten.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (10. Juli 1918, S. 1): Leider kann der Abdruck in der Zeitung, obwohl das Formular höchst einfach ist, von der Schriftleitung nickt genehmigt werden. Ich kann es daher mir beschreiben. Die Teilkarte zerfällt in zwei Abschnttte, ' die obere Hälfte berücksichtigt den Käufer, die untere den Verkäufer (Kartoffel-Produzenten ). Die Kontrollpartie ist gemeinsam, so daß jede ungebührliche Veränderung niemals beiden von Nutzen sein kann, sondern bei Mißbrauch stets der eine Teil, Käufer oder Verkäufer, zu Schaden kommt. Die obere Halste enthält am Kops den Namen und die Legttimattonskarten-Nummer des Inhabers, die Angaben über Gültigkeitsdauer der Karte, sowie über das von der Behörde festzustelleltde ( Hesamt-Ausmatz der zugewiesenen Kartoffeln, speziell jenes im Rucksackverkehr erlaubte» Quantums. Es würde genügen, wenn behördlich drec solcher Teilkarten mtt verschiedener Bezugsmenge, z. B. von 10, 20, 30 Kilogramm ausgefertiqt und je nach der Anzahl der Familienglieder dem Haushaltuugsvorstanoe ettte, zwei, drei oder mehr solcher Karlen ausgefolgt würden. Der Inhaber der Karte, also der Käufer, über- ntmutt die Verpsttchtnnq, die Rubriken über seinen Kar- tosfelankMf mtt dem Namen des Verkäufers, Datum, Quantum und Teilbelegsnummer genau auszufMen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. Juli 1918, S. 1, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/10265-kartoffelkarten-formular-der-rohoe-1918).

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