Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1650 · FISCHNALER-CHRONIK

Gebetserhörungen am Gnadenbild der Wöchnerinnen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 2. Dezember 1922 · Seite 3 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #2837 (Buchseite 149, 1650, Nachweis: 22 267): „Gebetserhörungen durch das wundertätige, besonders von den Wöchnerinnen verehrte Gnadenbild, veröffentlicht durch den Gründer der Bruderschaft Joh. Frhr. v. Coreth.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 149: „Gebetserhörungen durch das wundertätige, besonders von den Wöchnerinnen verehrte Gnadenbild, veröffentlicht durch den Gründer der Bruderschaft Joh. Frhr. v. Coreth.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (2. Dezember 1922, S. 3): Zugleich wurde zum Bild eine eigene Kaplanei gestiftet und vom Geheimen Rat Freiherrn Johann Franz von Coreth ein « reichdotierte Mariahiif-Brudevschast errichtet. Am 3. Juli 1650 wurde das violbenmnderte und verehrte Bild in feierlicher Prozession unter Anteilnahme des ganzen Bvlkes in die Pfarrkirche überführt. Den Zug eröffneten die Haller und die Gläubigen der anderen Nachbargemeinden mit zirka SO Fahnen; dann kamen die bürgerlichen Zünfte, die Bruderschaften und die Geistlichkeit; nach diesen die Trompeter, Paukenschläger und die Hosbedienste- ten. Hierauf folgte auf einem mit 6 Schimmeln bespannten Wagen das Gnadenbild, begleitet von 18 als Engel gekleideten Knaben. Hinter ihm schritt der Erzherzog mit seiner Gemahlin Claudia von Medici, umgeben vom ganzen Hofstaate. Ihnen folgte der Adel, der Stadtrat, die Bürgerschaft und zahlloses Bolk. Das Hochamt wurde unter freiem Himmel am goldenen Dachl, wo ein prächtiger Mar errichtet war, gelesen. In der Folgezeit erlangte unsere „ Maria Hilf " einen immer größeren Ruf als wundertätiges Muttergottesbild und von fern und nah wallfahrteten Gläubige noch Innsbruck, um in der Pfarrkirche Heilung von Gebrechen und Rettung aus Not zu erstehen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. Dezember 1922, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/10278-gebetserhoerungen-am-gnadenbild-der-woechnerinnen-1922).

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