Maximilians Leichnam ö ' Tentlich ausgesetzt in Oueretaro. Ein Korrespondent von Oueretaro theilt Leslie ' s illustrirter Zeitung in New- Aork folgende Schilderung der öffentlichen Aussetzung des Leichnams MaxmilianS in Queretaro mit Vor meiner Abreise von der Stadt Mexiko erfuhr ich. daß der Leichnam des Kaisers von Mexiko schon auf der Reise nach der Küste begriffen sei. * — Stellen Sie sich daher meine Ueberraschung vor, als ich heute früh gefragt wurde, ob ich den Leichnam zu sehen wünschte und aber auch meinen Abscheu und meinen Schauder, wenn es möglich ist. als ich sah und hörte, was ich hier schildere, gerade von jener Stadt au6, die so weithin als die Mordstatte MaxmilianS und seiner Generäle eine traurige Berühmtheit erlangt hat. Ich kann aber auch keine Ausdrücke finden, welche im Leser ein getreues Bild von all dem Hervorrufen würden. waS ich vor aller Welt veröffentlichen möchte. Den Sarg, der die sterblichen irdischen Uebecreste des Kaisers einschloß, fand ich in einem Zimmer des zweiten Stockes im Hause, welches Don Mafstos Leoo bewohnt. Ein Soldat stand Wache an der Thüre und bereit allen, welche den Leichnam des Kaisers Maximilian zu sehen wünschten, Eintritt zu gestatten. Das Zimmer hatte den Anschein einst als Magazin verwendet worden zu fein und war sehr finster und schmutzig. Der Sarg stand mitten im Zimmer auf zwei grob gearbeiteten hölzernen Bänken ruhend mit einem schwarzen Tuch bedeckt, welches mit ganz ordinären Goldspitzen verziert war. Oben war ein falscher Deckel, den man wegnehmen konnte, um beim schwachen Lichte einer schlechten Kreuzerkerze durch dreifache Glasscheiben den unglücklichen österreichischen Erzherzog zu sehen. Der Anzug des Kaisers bestand in einem blauen Rocke mit Messtngknöpfen dunkelblauen Beinkleidern und schwarzen Reitstiefeln Seine Hände hüllten Handschuhe ein. welche weiß sein sollten aber sehr schmutzig waren. Mund und Augen waren theilwe se offen, die Zähne und Farbe der Augen vollkommen sichtbar. Sein Bart so wie der größere Theil seiner Haupthaare waren ganz verschwunden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 9. November 1867, S. 19, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2058-oeffentliche-ausstellung-des-leichnams-des-kaisers-von-mexiko-in-1867).
Mader vertreten sein. Gries, 28. Februar. Gestern Abends kam Se. k k. Hoheit der Großherzog von Toskana hier an, um seine in der Villa Aufschneiter wohnende Tochter zu besuchen und wird einige Tage sich hier aufhalten. …
Ein Statistiker hat die Berechnung gemacht, daß Mexiko seit 1821 23Präfidenten, 7 Diktatoren, 2 Kaiser, einen Vicc - Präsidenten und einen Generalissimus, im Durchschnitte für jede 16 Monate einen neuen Herrscher, gehabt …
(König Ludwig II.) von Baiern besuchte am 5. d. MtS. von Achenthal kommend das Zillerthal. Nachmittags 3 Uhr traf er in Begleitung eines Adjutanten und eines Lakaien zu Pferde in Fügen ein, fuhr nach kurzem Aufenthalt pe …
Excellenz der Herr Geheimrath Baron Hornstein) sind jüngst im Schlosse zu Baumkirchen, wo bereits die Familie feit einiger Zeit weilt, angekommen und von den dortigen Bewohnern festlich empfangen worden. …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.