Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
GASGERUCH BEIM LETZTEN KRÄNZCHEN

Verhütung einer tödtlichen Gasexplosion im Redoutensaal durch aufmerksame Wirtin

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 1. Februar 1869 · Seite 5
Der Verwundete wurde in das « tadtspital überiragen, und der Thäter verhaktet (Unser altehrwiirdiger Redoutensaal) wäre bald das Opfer seiner Dekoration geworden. Als am Morgen nach dem letzten Offizierskränzchen eine im Redoutengebäude wohnende Frau mit einem Lichte in der Hand sich dem großen Saale näherte, bemerkte ste schon in den anstoßenden vom Saale abgeschlossenen Zimmern einen fürchterlichen Gasgeruch und zur rechten Zeit noch ergriff ste auf das hin den Rückzug. Als man auf ihre Anzeige den Redoutensaal öffnete, fand sich derselbe mit Gas zum Ersticken angefüllt, und nur mit Mühe konnte man zu den Fenstern gelangen, welche alle geöffnet werden mußten. Als Ursache dieser Gasausströmuug zeigte sich ein geöffneter Hahn bei einem der zwei Candelaber Bei einer solchen Gasanhäufung wäre eine Explosion sehr zu befürchten gewesen, wenn die besagte Frau mit dem Lichte in den Saal hinein gerathen wäre.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 1. Februar 1869, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2262-verhuetung-einer-toedtlichen-gasexplosion-im-redoutensaal-durch-1869).

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