Die betreffenden Verhandlungsakten liegen zur Einsichtnahme im Rathssaale auf (Stadtverschönerung.) Seit der vor niehr als einem Dezennium erfolgten Herstellung einer Verbindungsstraße von der Neustadt bis zum Bahnhofe sind es zwei Gebäude gewesen, welche jedem für die Verschönerung unserer Stadt interessirten Bewohner ein Dorn im Auge waren. Das eine davon, das Löwenegg ' sche Haus am Eingang in die Landhausgasse wurde voriges Jahr demolirt und Heuer endlich wird dasselbe auch mit dem anderen Gebäude, der Oberlindober ' schen Feigenmühle am Margarethenplatze der Fall sein. Die bisher dieser lange schon beabsichtigten Deniolirung entgegengestandenen Hindernisse sind durch ein Uebereinkommen zwischen dem Besitzer der Mühle, Herrn Hauser, dessen Nachbar, den Gebrüdern Baur und endlich der Stadtvertretung glücklich beseitiget worden. Herr Hauser kann seine Mühlräder weiter oberhalb am Sill- Kanal anbringen und überläßt dafür der Stadtkommune unentgeldlich den zur Regulirung der Straße nöthigen Grund, während andererseits die Stadtgemeinde den Gebrüdern Baur ein Stück Grund bei der Hofmühle, an deren Stelle dieselben eine Fabrik errichten, abtritt. Da die Erbauung eines Wohnhauses auf dem noch freien Baugrund am Margarethenplatz gewiß auch nicht mehr lange anstehen wird, so ist die Vollendung dieses Platzes in naher Aussicht und fehlt dann nur noch der Rudolfsbrunnen, mit dessen Herstellung wir aber wahrscheinlich ebenso lange warten werden müssen, als wir seit Jahren auf den Bau der neuen Jnnbrücke gewartet haben und noch warten können.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 12. März 1870, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2470-abbruch-der-oberlindober-schen-feigenmuehle-am-margarethenplatze-1870).
" (Die alte Hofmiihle) in der oberen Sillgasse, eines der ältesten Gebäude der Stadt, wird dermalen niedergerissen und an deren Stelle, ein modernes Gebäude aufgeführt werden, das nach dem bereits aufgelagerten Baumateri …
/ 1091 feit aufgegeben. Die alten gut österreichischen Halbekrüge, welche sich hier noch immer erhalten hatten, mußten der allgemein üblichen bairischen weichen, und heuer ist nun gar die Gasbeleuchtung eingeführt worden …
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