Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
THOMASMARKT OHNE EIGENE SCHWEINE

Thomasmarkt 1871: Wenig einheimische Schweine, hohe Preise und fehlender Südwind

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 18. Dezember 1871 · Seite 4 · #Landeshauptstadt
(Marktbericht.) Der heutige Thomasmarkt wurde in Folge des Milzbrandes, der in diesem Herbste unter den Schweinen herrschte, mit bedeutend weniger einheimischen Schweinen befahren, als in früheren Jahren, doch wurde eine sehr beträchtliche Anzahl in Folge der Eröffnung der Pusterthaler Bahn aus Kärnthen zugführt. Trotzdem hielt sich der Preis in den Morgenstunden zwischen 34 und 36 kr. ö. W. Das Wetter ist den Verkäufern günstig, der Markt sehr belebt, besonders der Flachsmarkt, der Heuer die ganze südliche Seite des Jnnrain vom Ursulinergraben bis zur Johanniskirche einnimmt. (Er kommt nicht,) der Südwind, der sich sonst nicht ungern zum Thomasmarkt einzustellen pflegt, um die Preise des Schweinfleisches herabzudrücken.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 18. Dezember 1871, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2756-thomasmarkt-1871-wenig-einheimische-schweine-hohe-preise-und-1871).

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