Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BAUMEISTER SPENDET STATT ZU BAUEN

Baugesuch am Margarethenplatze und Projekt zur Gartenanlage an Stelle der Ueberbauung

Den zweiten Gegenstand der Tagesordnung bildete das Baugesuch des Herrn Max Kapferer zur Herstellung eines neuen Eckhauses am Margarethenplatz. Dem Herrn Baumeister Josef Mayr wurde bei Ueberlassaung der Bauplätze die Verpflichtung auferlegt, die auSgetheilten 6 Bauplätze binnen 3 Jahren wenigstens bis zum Erdgeschosse zu überbauen. Nach dem vorliegenden Projekte sollten drei kleine oder zwei größere Bauplätze zu einer Gartenanlage verwendet werden. Für den Fall als der große Bürgerausschuß von der Ueberbauung dieser Bauplätze abgehe und die Gartenanlaze gestatte, habe Herr Mayr sich angeboten: a) den Unterbau des projektirten Rudolfsbrunnen am Margarethenplatze, d) die Kanäle zur Ableitung des Nach- Wassers dieses Brunnens und c) die vom Magistrate anzuordnenden Anpflanzungen am Margarethenplatze unentgeldlich herzustellen. Nach einer längeren Debatte hierüber, wurde beschlossen, auf die Ueberbauung der zur Gartenanlage projektirten Bauparzellen zu verzichten und das Anbot des Herrn Mayr mit dem anzunehmen, daß gegen die Gasse nach Milten statt einer Mauer ein eiserner Stackettenzaun hergestellt werde. Weiters wurde der Ankauf des Kammerlander ' schen Hause « Nr. 168 sammt Garten um 6500 fl. beschlossen, um seinerzeit eine Berbindungsstraße für die Bauplätze des alten Friedhofes Herstellen zu können.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. April 1872, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2829-baugesuch-am-margarethenplatze-und-projekt-zur-gartenanlage-an-1872).

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