Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
CHRISTUS ALS ANFANG UND ENDE IN DER ARKADE

Neues Fresko der Arkade: Christus als Anfang und Ende mit symbolischen Figuren

2670 selbe stellt Christus als den Anfang und da - Ende aller Dinge dar. In der dem, durch seine malerischen Schöpfungen auf unserem Friedhofe zur Genüge bekanntcn Künstler eigenen Auffassung im großen, strengen Slyte, tront Christus mit erhobenen Armen, in der einen Hand das Buch der Genesis, in der andern da « der Apokalhpse hallend. In der Umrahmung, deren dekorativen Theil der Besitzer der Arkade selbst mit Geschmack und Sorgfalt ausgeführt hat, find Medaillons « gebracht, in welchen symbolische Figuren die vier letzten Dinge, da « hl. Meßopfer, Almosen und Gebet darstellen. Die Wirkung diese « Werkes, wie die aller andern Arkaden - Bilter Plattners würde noch harmonischer sein, wenn der Raum dem Zuschauer eine größere Entfernung zur Betrachtung des» selben gestatten würde, da die vom Künster angewandte Technik d > r Freskomalerei für die Beschauung aus unmittelbarer Rahe etwas zu derb erscheint. Um so wirksamer ist sie aber bei Bildern, die aus gehöriger Entfernung betrachtet wetten können, wie bei besten herrlichen Wandgemälden in der Kapellen- Voihalle.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. November 1872, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2983-neues-fresko-der-arkade-christus-als-anfang-und-ende-mit-1872).

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