Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FRIEDHOF IM WETTBEWERB GEBAUT

Neuer Friedhof für Innsbruck genehmigt – Konkurrenz zur Erstellung des Bauplanes ausgeschrieben

Der Stadtgemeinde Innsbruck wurde mit hohem k. k. Statthalterci- Erlaffe vom 18. Dez. 1855 die Herstellung eines neuen Friedhofes sammt Leichenhaus, Todtcnkapelle und Wärterwohnung, dann Arkaden nebst Portale bewilliget, und der Bauplatz hiezu auf den Wiltauer Feldern hinter dem oberen ärarischen Holzgarten ansgemittelt. Nach Beschluß des Bürger - Ausschusses soll die Anfertigung eines tauglichen Planes im Konkurrenzwege erzielt werden. Zu diesem Bebufe wird für jenen Plan, welcher als ganz entsprechend und zur Ausführung geeignet von der aufgestellten, aus Sachund Bauverständigen bestehenden Kommission angenommen wird, eine Prämie von 200 fl. CM., für jenen Plan aber, welcher dem angenommenen als zunächst stehend erklärt wird, eine Prämie von 100 fl. CM. festgesetzt, welche Prämien einen Monat nach Ablauf des zur Ueberreichnng dieser Pläne festgesetzten Termines vom hiesigen Stadtkammeramte ausbezahlt werden. Der Termin zur Ueberreichung dieser an den hiesigen Stadtmagistrat kranco einzusendenden Pläne dauert bis 25. April 1856. Die Pläne sind mit einem Motto oder Zeichen zu fertigen, und es ist denselben der Name des Verfertigers in einem versiegelten mit öen demselben Motto oder Zeichen versehenen Zettel beizufügen. Diese Zettel werden erst nach zuerkanntem Preise geöffnet werden. Das Programm und der Situationsplan sind bei dem hiesigen Stadtmagistrate, sowie bei der Expedition dieses Blattes einzusehen, und werden auch jenen Herren Konkurrenten, welche sich beim Magistrate oder bei der Expedition melden, unentgeltlich zugesendet werden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 1. März 1856, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/306-neuer-friedhof-fuer-innsbruck-genehmigt-konkurrenz-zur-erstellung-1856).

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