(Restaurirnng der Kirche zu Dreiteiligen.) Unter den Kirchen Jnnsbruck ' s ist vor allen jene zu Dreiheiligen in neuerer Zeit einer durchgreifenden Restauration unterzogen worden. Nachdem schon vor mehreren Jahren dieses freundlich gelegene Gotteshaus in Anbetracht der stets wachsenden Bevölkerung deS StadttheileS Dreiheiligen und Kohlstadt bedeutend vergrößert und mit einem in der obern Hälfte neuen Thurme geschmückt wurde, wird nun jetzt fort und fort an der innern Ausschmückung desselben tüchtig gearbeitet. Den eifrigen Bemühungen des dortigen Herrn Expositus, unterstützt durch die Großmuth edler Wohlthäter, ist es gelungen, nach und nach das Innere dieser Kirche völlig neu umzuschaffen, neue Betstühle, Stationen u. s. w. herzuftellen. Kürzlich ist nun auch die innere Dekorirung, dem Bausthle gemäß, unternommen worden. Insbesondere wurden die Plafondgemälde, welche im Laufe der Zeit ziemlich verblaßt waren, aufgefrischt und schimmern jetzt wie neu von der Decke dem Beschauer entgegen. Dieselben beziehen sich bekanntlich auf jene Pestseuche, die im Jahre 1611 Innsbruck heimsuchle und in Folge eines Gelöbnisses der damaligen Bürgerschaft die Erbauung dieser Kirche veranlaßte, und sind um die Mitte des vorigen Jahrhunderts von Joh. Mich. Strickner, einem geborncn Innsbrucker, mit vielem Geschick gemalt worden. Die Restauration dieser interessanten Freskobilder, sowie die übrige Dekorirung der Kirche wurde nach der Anweisung der Herren Hellweger, Mader und Michael Stolz unter der Leitung des überall im Lande rühmlich bekannten Dekorationsmalers Johann Platin er durch die Maler Map Gheri und Schatz sehr geschickt ausgeführt. Zugleich ward auf der Evangelienseite im Presbyterium ein farbiges Glasfenster aus der Fabrik des Herrn Neuhauser eingesetzt. Daß die beiden ebenfalls neu restaurirten Seitenaltäre zwei treffliche Bilder aus der Hand des Herrn Kunstmalers Franz Hellweger erhielten, ist in diesem Blatte bereits erwähnt worden. So ist denn also für diese Kirche sehr Vieles schon geschehen; was etwa noch wünschenswerth wäre, nämlich ein anderer Tabernakel statt des jetzigen ganz unpassenden, und farbige Fenster im Schiff der Kirche — das, hoffen wir, wird mit der Zeit wohl auch noch Nachfolgen, damit es auch hier heißen möge: Fmis coronat opus!
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 22. Juli 1875, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3528-fortschreitende-restauration-der-kirche-zu-dreiheiligen-mit-neu-1875).
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(Eitle neue Orgel.) Seit Jänner d. I. besitzt das Ursulinen Kloster in Innsbruck eine Neue Orgel vom ' Orgelbauer Sies aus Bozen angefertigt. Dieses Werk, dos 14 Register besitzt, verbindet mit Kraft und Fülle auch Y Anm …
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K puzinern und Jesuiten um ^ 7 Uhr und endlich in der Stadtpfarre um Uhr. iExcommumzirt) Unser hochwst. Fürstbischof von Brixen hat über den Diözesanprielier Ignaz Schöpf, der sich vor einiger Zeit den „ Allkatholiken" i …
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