bewerkstelligte. Auf ein zweites Zeichen des Oberkommandanteu rückten die drei Vororts - Feuerwehren in schönster Ordnung an und ahmen auch rasch ihre Stellungen ein. Als Brandobjekt war das städtische Fleischbankgebäude gewählt, wo in der Mitte ein Dachbrand zum Ausbruche kam. Der erste Zug de? Innsbrucker hatte dsS Tfchurtschenthaler ' sche Haus zu schützen und griff mit Schub und Hakenleitern und Mauerbock an, die Feuerwehren von Mühlau undHctting hatten das Rauch ' sche Gebäude zu schützen, indem sie mittelst Schub und Hakenleiter. den Angriff bewerkstelligten, die Wiltener endlich schützten das Hosschmied Pichler ' sche Haus vermittelst der Lang ' schen neuen Schubleiter. Die ganzen Bewegungen wurden sehr rasch und sicher ausgeführt und die Vororts - Feuerwehren überraschten, da sie erst so kurze Zeit bestehen, durch ihr richtiges Eingreifen. Besondere Ausmerksawkeit erregten jene Feuerwehrmänner, welche vom dritten St > ck herabsprangen. In Zeit von 45 Minuten war die Uebung beendet, bei welcher etwas über 600 Feuerwehrmänner mit 6 Schubleitern, 10 Spritzen, bei 4000 Fuß Schläuchen nebst den anderen Steigergeräthen in Verwendung kamen. Nachher war großes Defiliren sämmtlicher Feuerwehren vor den hohen Herrschaften und Gästen, voran die Innsbrucker Feuerwehrmusik und die Fahne. Der Zug begann am Eck deS SpitalgebäudsS, ging in der Maria - Thsresienstraße bis zur Landhausgaffe und wieder herunter, wo dannn bei der Hauptwache die Mühlauer und Wiltener abschwenkten. Das Publikum, welches in unabsehbarer Menge anwesend war, verfolgte die ganze Uebung mit großer Neugierde, und als der Zug defilirte, war kaum ein Platz zum Stehen. Mancher Bürger Jnnsbruck ' s wird dis Ueberzeugung gewonnen Huben, daß die Habe der Einwohner von einer so trefflich geschulten Armee gewiß vor den Flammen nach Möglichkeit geschützt bleiben wird. Schließlich muß noch bemerkt werden, daß das löbl. Platzkommando Militärwannschast und die betreffenden Bürger ihre Häuser bereitwilligst der Feuerwehr zur Verfügung gestellt haben. Abends erfreuten sich die wackeren Männer bei den Klängen der Musik und gutem Bier in der Schießstandshalle, welche kaum im Stande war, diese große Menge zu saffen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 11. Oktober 1875, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3564-grosse-feuerwehruebung-und-feierliches-defilieren-in-innsbruck-1875).
783 Extinkteur im Parke von Amras Versuche angestellt, woran in Folge freundlicher Einladung auch mehrere Feuerwehrmitglieder theilnahmen. Es wurde die Füllung vorgenowmen, welche iu doppel kohlen saurem Natron und Schwe …
(Neue Feuerwehr.) In NatterS hat sich eine freiwillige Feuerwehr in der Stärke von 75 Mann gebildet, deren Zustandekommen Wohl größtentheils der Energie des Herrn HannS Mark zu danken ist. …
(Freiwillige Feuerwehr.) Die Kommandantschaft der freiwilligen Feuerwehr Müh lau lud uns für morgen Sonntag zu ihrem Gründungsfeste freundschaftlich ein. Alle Jene, welche in Duxer und Kappe die Frier mitmachen wollen, m …
Ti Zunächst kam zur Verhandlung Josef Mair, vulgo Feileler, 21 Jahre alt; *r. r ledig, katholisch, Nadelfabriksarbeiter in Fügen, wegen Verbrechens der Brandlegung, begangen dadurch, daß er in der Nacht vom 16. auf den 1 …
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