Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
KAISERLICHE SPENDE BEWEGT DEN BRUNNEN

Allergnädigste kaiserliche Spende für das Rudolfsbrunnen-Denkmal in Höhe von 11.000 Gulden

(Rudolfsbruuncn.) Se. kaiferl. und königl. Apostolische Majestät haben über die Bitte des Csmitd ' s zur Gründung eines anläßlich der Feier der 500jährigen Bereinigung Tirols mit Oest rreich zu errichtenden Denkmals (monumentaler Brunnen mit der erzenen Statue der Erzherzogs Rudolf) einen Beitrag von 4000 fl. zur Anschaffung des erforderlichen Metalls und weiter» einen Beirag von 7000 fl. zur Bestreitung der Kosten für den Guß und die Cifelirung der Statue des ErzhenogS Rudolf ouS der allerhöchsten Privatkaffe huldoollst zu spenden geruht. Diese Allergnädigste Spende von zusammen 11. 000 Gulden wurden bereits im Wege deS Staathalters dem Comitä übermittelt. Gestern begab sich zu § r. Excellenz den Herrn Statthalter eine Deputation deS Comttö ' s mit der Bitte, den Dank desselben zur Allergnädigsteu Kenvtvtß zu bringen. Durch die kaiserliche Speude von 11. 000 fl. ist nun der Guß der den Brunnen krönenden Rudolfsstatne gedeckt und somit auch dem Comitö die Möglichkeit geboten, das Monument, an deffen Zustandekommen mit 12jäh ' igem Ameisenfleiße gearbeitet wird, in seiner Hauptsache zu vollenden. Ueber den gegenwärtigen Stand dieses Unternehmers sind wir in der Lage, folgeude « zu berichten. Die Steinmetzarbeiten an der Architektur des Brunnens sind so weit gediehen, daß schon in diesem Herbst; zur theilweisen Aufstellung des Brunnens hätte geschritten werden können, wenn es nicht vorgezogen worden wäre, damit zu warten, bis die Röh ' en der Wafferleitung gleichzeitig eivgesitzt werden können. Dieselben siud bestellt und im kommenden April wird mit dem Aufbaue begonnen werden. Die Statue selbst wird allerdings noch zwei iahre auf sich warten lassen, denn diese Zeit ist zum Gusse und zur Ausarbeitung derselben erforderlich. Nock fehlen aber immer die Mittel zum Äuffe der den Schaft des Brunnens zierenden Wappenschilder und der vier auf dem Bassin sitzenden Greisen, was eine erhebliche Summe noch erfordert. Es giog eben mit diesem Monumente gerade so, wie mit manchem andern Unternehmen, ursprünglich mit 15. 000 fl. geplant, wuchs das Projekt heran, daß es nun mehr als das Dreifache kostet.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 13. Dezember 1875, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3593-allergnaedigste-kaiserliche-spende-fuer-das-rudolfsbrunnen-denkmal-1875).

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