Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
ZEITGEFRESSENE GERECHTIGKEIT

Zerstörung historischer Marmorstationen und Säulen in Wiltener Gegend

(Schutz uuseren Alterthümern.) Der Zahn der Zeit, dem selbst der Stein nicht zu hart ist, hat eine Probe seiner Leistungsfähigkeit an der obern der noch existirenden zwei, in röthlichen Marmor gemeiselten, aus der Zeit des Erzherzogs Ferdinand II. stammenden Stationen hinter dem Wiltener Schießstande gegeben. Schon seit längerer Zeit liegt die Steintafel zu Füßen, ihrer Säule. Es wäre sehr wünschenswerth, wenn sich Jemand fände, der; diese Station wieder erhöhen möchte. Nicht minder verdienstlich wäre es auch, W wenn die Mahl oder Viertels - Säule bei Ampaß, deren schöner maffiver undD u^ schwerer Knauf von bösartigen Händen in wahrhaft unbegreiflicher Zerstörung - i wuth von der Säule gestürzt und theilweise beschädigt worden ist, wieder aufgesetzt werden möchte. Es ist diese „ Mahl - Säule " ein höchst interessantes? Mir rechtsgeschichtliches Altetthum, an derselben wurden nämlich die Theile der. Geviertheilten zu Nutz und Frommen ihrer Zeitgenossen anfgehängt. Könnte ifj ® " * ' nicht die kaiserliche Kommiffion zur Erhaltung der Baudenkmale so viel aus Hall Mfahi. ' ttiNsb Swffir Puste Bon geht a Persor B? ' B M i ' j IM ihrem Jahres - Budget ersparen, um diese gewiß nicht kostbilligen Reparaturen zu veranlassen?
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 29. September 1876, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/3669-zerstoerung-historischer-marmorstationen-und-saeulen-in-wiltener-1876).

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