speciell in Tirol ". Redner gab ein ausführliches Bild dieses Kunstgewerbes von den Anfängen der Intarsia in Italien im l. Jahrhunderte unter fra Giovanni da Bologna bis zu ihrem Erlöschen im 16. Jahrhunderte. Es war dieser Abriss auch gewürzt durch Illustrationen, von denen namentlich die schönen Werke des fra Giovanni da Verona in der Kirche St. Maria Organs entstanden um die Mitte des 16. Ja r Hunderts, besonderes Staunen erregten. Redner zeigte in klaren Worten den Uebergang der Intarsia in die Plastik im 16. Jahrhumert und ging sodann über auf die tirolische Intarsia. Diese ist uns, wie wir aus dem Vortrage entnommen, nur mehr in 3 Werken erhalten, die aber den stich genug beweisen, dass auch wir Deutsche eine und zwar eine von der italienischen wesentlich verschiedene Intarsia haben Die tirolische Intarsia ist vertreten im Schlosse AmraS, im Fürstenchore der hiesigen Hofkirche und im Fürstensaale deS Schlosses Vel« thurns in Südtirol. Alle d ese 3 Repräsentanten unterscheiden sich nicht bloß von der italienischen Jnta ' sia, sondern sind unt r sich ebenfalls verschieden. Die Er tstehungszeit fällt ziemlich rusammen, denn die H rstellung derselben in Amras und im Fürstenchore fällt urkundlich in die Zeit von 1567 — 1571 und sie danken ihr Dasein dem kunstsinnigen Fristen Erzherzog Ferdinand, und dürften wahrscheinlich beide von demse. ben Meister sKonrad Gottfried, Hefnschler des Erzherzogs Ferdinands he rühren. Die Intarsien in Ve thurns wurden in den Jahren 1580 — 1582 hergestellt und sind schon mit Plastik und Goldornamentik vermengt, während sie in Amras und im Fürstenchore der H skirche dies noch nicht zeigen, wohl aber eine größere Farbenpracht als die italienische Intarsia. Lstder waren diese Prachtwerke in Amras und in der Hoskirche durch Anstriche — letztere haben gar einen fünffachen aufz rweisen — dem Auge des Kunstkenners sowohl wie dem des Lrien verborge »; und erst der Jetztzeit war es Vorbehalten, diese herrlichen Werk; unse er Vorfahren, soweit dies noch überhaupt möglich war und sein wird, wieder in ihrer ehemaligen Pracht glänzen zu lassen. Gegenwärtig wird der Fürstenchor der Hofkirche von seinen Anstrichen befreit, und soviel sich jetzt schon erkennen lässt, zeigen nicht bloß der Plafond und die Thüren Intarsia, sondern auch die Brüstung und sogar der Fußboden. Wie aus den Zeichnungen, die Herr Director Deininger mit seinen Schülern vom Fürstenchore aufgenommen, zu ersehen ist, hab - n wir hier in Mitie unserer Stadt ein Kunstwerk von ungemein großem Werte für oie hiesige In-
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. Mai 1882, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4383-tirolische-intarsia-in-drei-hervorragenden-werken-aus-dem-16-1882).
Der Herzog von Koburg mit Frau Gemahlin traf gestern früh in Innsbruck ein, nahm Absteigquartier im „ Tiroler Hof ", besuchte noch vormittags die Tiroler Glasmalerei und Mosaikwerkstätte und dinierte abends beim Landesco …
824 (Ausstellung in der Tiroler Glasmalerei und Mosaik - Werkstätte.) An, Sonntag den 12. ds. wird daS zweite Thurmhallenfenster des Cölner Doms im untern Saale der Anstalt, soweit das westliche Fenster Raum bietet, zur …
(Das Gypsmuseum der Universität) hat neuerdings ansehnlichen Zuwachs erhalten. Unter den neuerworbenen Statuen - Abgüssen ragt hervor der Apollon Sauroktonos ( Eidechsentödter) aus dem Vatikan, ausgezeichnet durch die An …
(Kunst und Verschönerungs - Bestrebungen. Die Nothwendigkeit, für die figurale Decoration des Gewerbeschul - Gebäudes zu sorgen, und das Bestreben des städtischen Architekten Tomasi, dieselbe wenn irgend thunlich, in Inn …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.