Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
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Verurtheilung Sabbadini’s wegen Hochverraths durch das Schwurgericht in Innsbruck

" A. H. P. ffS Aus dem Schwurgerichtssaale. ' Innsbruck, 16. Juni, s.? " Heute unr 9 Uhr vormittags begann die letzte Hauptverhandlung vor denil! * Geschwornen in dieser Session. Sabbadini Johann, 28 Jahre alt, ledig, g ^ § Unterhändler aus Udine, hat sich wegen zwei der hässlichsten Verbrechen zu » ^ verantworten, denn die erhobene Anklage lautet auf die versuchte Verübung des » x jj Hochverrates und des Meuchelmoroes. Die Verhandlung wurde mit Ausschluss « Z s der Oeffentlichkeit geführt und währte mit einer nur einstündigen Unterbrechung « ^ bis nahe an Mitternacht. Gemäss des Verdictes der Geschwornen ( Obmann £ “ 1 Dr. Lechthaler, Notar in Hall), welche die einzige Hauptfrage: „ Ist Sabbadini - Z n schuldig, am 15. und 16. September 1882 den Desserteur Wilhelm Oberdank, s der es unternommen hat, die Person Sr. Majestät des Kaisers mittelst sogenannter 1? s Orsimbomben am Körper zu verletzen und hiedurch, sowie durch die voraus - ATZ gegangene Verbindung mit verschiedenen Feinden Oesterreichs die Los, eißung “ f ' j Triest ' s und des dazu gehörigen Territoriums zu befördern; ferner durch das $ 9 Explodierenlassen derartiger Bomben das Leben anderer Personen zu gefährden, y • dadurch wissentlich unterstützt und sein Vorhaben gefördert zu haben, dass er II den W. Oberdank und dessen Genossen in seinem Wagen von Udine aus auf m | | I österreichisches Gebiet bis Ronchi fuhr und ihnen zur unbeanständeten Ueber - ^ > z schreitung der Grenze verhalf, wobei die Ausführung der geplanten Verbrechen 8 ß. > nur durch die in Strachi erfolgte Verhaftung des Oberdank unterblieb ", mit 1g g 9 gegen 3 Stimmen bejahten, jedoch den auf versuchten Meuchelmord lautenden “ j | Passus ausschlossen, wurde Sabbadini vom Verbrechen des versuchten Meuchel ä mordes freigesprochen, jedoch des Hochverrathes schuldig erklärt und zum Tode » » » durch den Strang verurtheilt, welches Urtheil derselbe, einige Seufzer ° s * abgerechnet, ziemlich gefasst entgegennahm.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 19. Juni 1883, S. 8, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4502-verurtheilung-sabbadini-s-wegen-hochverraths-durch-das-1883).

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