Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
PRÜGELBAU FÜR PFERDE, PISSEOIR UMGESETZT

Versicherung des Theaters und Bauplanung für kranke Pferde in Tirol

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 9. November 1883 · Seite 7 · #Gemeinderat
4771 8 § getrachtet werden, den Viehhof zu erstellen, bis die Arlbergkahn eröffnet wird $ | ^ in Salzburg besteht ein solcher Viehhof und ist von guter Wirkung, der Vieh- Handel wird sich lebhafter entwickeln. G. R. Ludwig frägt, ob nicht in U | anderen Orten in Tirol dergleichen Viehhöfe existieren? Der Vorsitzende. ■ ■ = erwiedert, dass die Klage der Viehhändler allgemein sei, dass diesbezüglich nir« " | gends eine Vorsorge in Tirol getroffen ist, daher kann sich auch der Viehhandel! ^, nicht entwickeln. Dr. Wa ck erne l l beantragt, den Pachtvertrag nur unter der Be« - - Zdingung abzuschließen, dass die oberbehördliche Gewährung der angesuchten i ^ Z ^ Monatsviehmäikte erfolge. Der Vorsitzende bemerkt, an der Bewilligung > 3 11 derselben sei nicht zu zweifeln. Der Pacht wurde hierauf im Sinne Dr. | L ß Wackernells beschlossen. — * s ” Zum Baue der durch das Einquartierungsgesetz geforderten Stallungen ■ j - J I für kranke und marode Pferde wurde beschlossen vom tirolischen Matrikelfonde | g g | eine Saggenwiese zwischen den Militärstallungen und dem Anwesen der Kreuzf % \ schwestern im Ausmaße von 2500 Quadrat Klaftern zu 2 fl. für die Klafter f Jju kaufen und den nicht beröthigten Theil dieses Grundes andre Kreuzschwestern |,e wieder zu verkaufen. Es sind dort 2 Ställe, einer für 2 kranke und einer « ^, j g für 4 marode Pferde zu bauen, dafür wird ober vom Aerar das Belaggeld für alle auch nicht belegten Räume der Militär - Stallung bezahlt. —Der zur Bade und Waschanstalt führenden Straße, deren in Wilten « II | T gelegener Theil bereits Adamstraße heißt, wurde auch im städtischen Theile « ä c - tiefer Name beigelegt. c - ' ^ | Aus Anlass der häufigen Theater brände ist voriges Jahr beschlossen worden, ^ £ ■ § dem Staate den Antrag zu stellen, gemeinschaftlich auf halbe Kosten das hiesige Ip Theatergebäude gegen Feuersgefahr zu versichern, in der Erwägung, dass das I | | Theater vom Staate nicht mehr aufgebaut werden würde, wenn es abbrennen | p ■ § £ sollte und diese Aufgabe der Stadt zufiele, wenn sie nicht vollends auf ein Theater ~ Z ^ verzichten wollte. Das Ministerium ist auf den Antrag, die verbrennbaren Be«. —! JI standtheile desselben zu versichern, eingegangen und das Baudepartement der!. Z I Z Statthalterei hat die Versicherungsbeträge in folgendem Ausmaße erhoben: > “ n « Mauerwerk 5000 fl., Bedachung und Holzconstructionen mit Ausschluss der ' s ^ 4 Bühne 30. 000 fl., Bühne 12000 fl., Fenster und Thüren 6000 fl., Decora» ^I ^ Ltion des Plafonds und Zuschauerraums 7000 fl., He ^ inrichtung 3000 fl., ' " Es ^ Gaseinrichtung 6000 fl., Decorationen für 3 Vorstellungen ( mehr dürfen nach - • |. I! der neuen Theaterordnung nicht auf der Bühne sein, die übrigen Decorationen ° " i | IJ sind im neugebauten Magazine und in der Mauthhalle zu verwahren) 1000 fl., ' ' •!! Mobilien 3000 fl., Stuccaturarbeiten 5000 fl., zusammen 75. 000 fl. Von i ' ^ Z folgenden Versicherungsanstalten liegen Anträge vor: vom österr. Phönix, der 's | Riunione arriatica, der Assecurazioni generali mit 1 ° / «, von letzterer, wenn nur j = die verbrennbaren Objecte allein versichert werden mit 1 y 2 %, von der North« 11 british mit iy 2 %, von der Pester Foncisre mit 0. 92 % und der ungarisch- ^ g I französischen in Pest mit 0. 9 % Prämie vom Versicherungsbeträge. Die Statt- Z f Halterei gibt den Versicherungsgesellschaften der diesseitigen Reichshälfte trotz der! - Z 8 L etwas höher « Prämien den Vorzug vor den cisleithanischen und emfiehlt den.. ' „ Phönix. " Dem Gemeinderathe erscheint die Summe von 75. 000 fl., insbe- 3 i * sondere auch die für das Mauerwerk zu gering und beantragt die Erhöhung des W v Betrages auf 100 000 fl. G. - R. Dr. Duregger fragt ob bereits eine Vereinbarung mit dem Staate
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 9. November 1883, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4550-versicherung-des-theaters-und-bauplanung-fuer-kranke-pferde-in-tirol-1883).

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