Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BURGEN DER MACHT UND RUINE DER ZEIT

Besichtigung der Schloßruinen Kronburg und Schrofenstein in der Umgebung von Zams

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 2. September 1884 · Seite 8 · #Burgen und Schlösser
" § I Die Schlösser und Schloßruinen in der Umgebung von Zams r V und Landeck im Oberinnthal. Die Schloßruine Kronburg liegt auf einem steilen, schön geformten, mit Föhren und Fichten bewaldeten Bergkegel: ist frei von allen Seiten und von Zams und Scbönwies aus zugänglich. Majestätisch und erhaben thront dieses — Schloß, nunmehr Ruine auf dem Scheitel dieses 1030 Meter über dem Meeresspiegel oder 270 Meter über die Thalsohle sich erhebenden Berges. Das Schloß hat einen Burgfrieden, zwei Vorwerke, feste Umfangsmauern, mehrere Stockwerke J und einen Fallthurm, schon verfallen. Hinter dem eigentlichen Schlosse ist der /, sogenannte Garten, ein ruhiges, windstilles Plätzchen, mit Moos bewachsen und - ^ von Waldbäumen beschattet. Die Gewölbe dieses Schlusses sind nunmehr ein f gestürzt, die Tuftsteine wurden an mehreren Stellen herausgenommen und das £ *7 Materiale zum Baue des unten an der Einsattlung neu erbauten Klosters der § Tertiarinen verwendet. Diese Feste wurde im 13. Jahrhundert von den Starken f bergern gegründet; später wurde dieses Schloß den Freiherrn v. Fieger als Leben ^ | verliehen, unter der baierischen Regierung verkauft, und kam im Jahre 1832 an die barmherzigen Schwestern in Zams, später in den Besitz ' der Tertiarinen, £ welche an der Einsattlung des Berges neben dem dortigen Wallfahrtskirchlein -? das neue Kloster erbauten, fast gleichzeitig mit der Erbauung des großen, neuen * Z Klosters der barmherzigen Schwestern in Zams.! 2. Die Schloßruine Schrofenstein gleichweit von Zams und Landeck ent - < ^ fernt und von dort aus sichtbar wie ein Adler oder Rauberneft oben am sonn - ^ fettigen Felsen erbaut, die Umfangsmauern hoch in die Lüste ragend und nur ^ ' A mehr von Stanz aus auf unsicherm Wege zugänglich. Prachtvoll ist aber Aussicht und für den mühevollen Weg. der hinauffährt, wahrhaft lohnend. Von ^? Früh bis Abends ist dieses Felsennest im Hochsommer von der Sonne beschienen,^ und feenhaft nehmen sich diese Ruinen bei Mondbeleuchtung aus. Fast auf^ gleicher Höhe mit Kronburg wurde diese Zwingburg im 13.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. September 1884, S. 8, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4633-besichtigung-der-schlossruinen-kronburg-und-schrofenstein-in-der-1884).

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