Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
23 TAGE IM DACHSBAU – UND WIEDER DA

Wiederkehr eines verloren geglaubten Jagdhundes nach 23 Tagen in der Dachsgrube

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 22. Oktober 1884 · Seite 4 · #Jagdhunde
(Ein zählebiger Jagdhund.) Aus dem Zillerthal wird mitgetheilt, daß der Jagdhund des Gutsbesitzers Johann Mölk in Stumm aus einem Dachsbau nicht mehr wiederkehrte, so daß man das Thier schließlich als verloren aufgeben mußte. Da — nach 23 Tagen — erscheint der arme Hund, zu einem Skelett abgemagert, plötzlich wieder im Hause des Jagdpächters, der seinen Augen kaum trauen will. Der Hund mochte in der engen „ Röhre ", die zum Dachskessel führt, stecken geblieben sein und blieb voraussichtlich durch volle 23 Tage ohne Nahrung und Trank. Erst jetzt, wo das arme Thier vollends abgemagert war, gelang es demselben, sich aus der Röhre herauszuwinden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 22. Oktober 1884, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4646-wiederkehr-eines-verloren-geglaubten-jagdhundes-nach-23-tagen-in-1884).

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