in der Kohlstadt, Kapuziner und Saqgengaste, am Rennweg, in der Feidinavdsallee bis zum Löwenhause, in der Choteksallee, in der Jnnalle, im äußern Theile des JnnrainS und auf dem Bäckenbichl, ferner im neuen Spitale bis zu 600 Flammen und im neuen Redoutengebäude, im letzteren jedoch nur das Röhrennetz; sie hat ferner die Laternen und die Leitungen, welche die Stadt im Laufe der Zeit auf eigene Kosten hat Herstellen lassen zum Preise von 60% von den Herstellungskosten zu übernehmen, ausgenommen hievon sind die Luxuskandelaber in der Maria Theresienstraße, am Rudolfsbrunnen und Bahnhofe, (der Ablösungspreis beträgt beil. 10. 000 fl.) Da « bisher von der Gaöfabrik besessene und gehörig ausgenützte Monopol der Herstellung der Beleuchtungseinrichtung fällt, und es steht Jedermann frei, dieselbe in seinem Hause oder Etablissement von jemandem Andern Herstellen zu lasten, nur die Zuleitung von der Straße bleibt der Fabrik ausschließlich Vorbehalten. Die Fabrik ve pflichtet fich ferner alle gastechvischen Verb sserungen, sowie im Falle, daß eine bessere Gasbeleuchtungsmethode erfunden werden sollte, auch dieselbe einzuführen, wenn sie sich wenigstens durch 6 Jahre in anderen Städten bewährt hat, oder die elektrische Beleuchtung, wenn dieselbe um 25% billiger kommt, als Gaslicht. Bestimmte Straßenlaternen werden mit einem eigenen Druckmesser in Verbindung gebracht und haben dieselben als Normal- Flammen zu gelten. Die Gasfabrik kann Gas aus Holz oder Kohle erzeugen, doch muß jede Gasart eigens gereinigt werden, das Gas muß möglichst rein sein und es dürfen die schädlichen Stoffe ein vertragsmäßig festgesetztes Minimum nicht übersteigen; die Fabrik ist ferner verpflichtet für einen solchen Druck zu sorgen, daß die entferntesten Flammen gleich brennen, wie die nahe gelegenen, und hat jederzeit ein vertragsmäßig bestimmte « Quantum Gas in Vorralh zu halten. Nur unter dieser Bedingung wird es ihr gestattet, ihr Röhrennetz auch über die Grenzen der Stadt hinaus zu erweitern, also z B. die Gasbeleuchtung in Wilten einzuführen, ' jedoch darf jährlich nicht mehr als 200 m Rohr länge außerhalb der Stadt gelegt werden. Die Fabrik hat ihren Sitz in Innsbruck zu nehmen. Sollte die Stadt die Fabrik ablösen, so hat sie 50 kr. für den Kubikmeter des jährlichen Konsums nach 5 jährigem Durchschnitt als Kaufpreis zu zahlen. — Zu Rathe gezogene Gastechniker fanden die Bestimmungen dieses Beitrages für die Stadt sehr günstig und bezeichneten insbesondere den Preis des Gases mit Rücksicht auf den hiesigen Kohlenpreis ( der Waggon Littitzer Kohle kostet loco Wien 48 fl., loco Innsbruck 72 fl.) und auf den geringen Konsum, der die Erzeugung mehrerer Nebenprodukte, wie z. B. von Amoniak ausschließt, bis zur Grenze der Möglichkeit niedrig! Die Ersparung, welche den Privaten durch den neuen Vertrag erwächst, betrogt jährlich bet 20,000 fl. und die Ersparung der Stadt bei der Strassenbelmchtung 4000 fl. — Die Aktiengesellschaft in Augsburg hat den Vertrag angenommen, nur besteht sie auf den Abschluß desselben auf 15 Jahre, da es ihr unmöglich wäre, bei dem niederen Gaspreise innerhalb 10 Jahren auch nur etwas von den riesigen neuen Anlagen, die sie hier zu machen gezwungen ist, zu amortisiren. Der Gemeinderath stimmte denn auch einer, 5jahrigen Dauer bei. G - R. Greil besprach die Uebernahme der Fabrik in städtischer Regie. — Vicebürgerm. Schumacher regte die Anstellung eines GaStechnikerS in Compagnie mit a ideren Städten an, der die Erfüllung der Gasverträge in diesen Städten zu kontrolltren hätte. —
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. Juni 1885, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4703-neuer-beleuchtungsvertrag-mit-der-gasfabrik-bringt-ersparnisse-fuer-1885).
(Städtisches.) Gestern wu '. de die Kohlstadt zum ersten Male mit Gas beleuchtet. — Mit der Vollendung des neuen Biehmarktplatzes wird es nun endlich Ernst; der Bau des Stalles, in dem das zum Verkaufe bestimmte Vieh vor …
(Beleuchtung des Bahnhofplatzes.) Von den 5 fünfflammigen Gaskandelabern, welche der Gemeinderath auf dem Bahnhofplatze aufzustellen beschlossen hat, sind jetzt 4 aufgestellt und brennen allabendlich Der fünfte wird erst …
(Zur Wasserversorguugsfrage.) Seit einigen Tagen liegt im Spezerei - Laden Kaczowsky ' s ( Dr. Lantschner - Haus) eine bereits mit sehr zahlreichen Wähler- Unterschriften versehene Petition an den Gemeinderath zur allgem …
Bei - « ge z -, de « RaÄricht « M ». 1 SH. s 1. IM. % * *: d z k L. N 3a der Ezekutionssache des Simon Furtner, Privat in Innsbruck, durch Dr. Schuster, wider Franz Rindfleisch, Hausbesitzer in der Kohlstädt hier, wegen …
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