Lokales und Verschiedenes. (SOjiihriges Berufsjubiläum.) Es war eine recht gelungene Feier, die gestern morgens die Vertinediuckerei im Gejchäfislokale und darauf tagsüber der Kronlandsoerein der Buchdrucker und Schristgießer in Tirol und Vorarlberg zu Ehren des bOjahrigen Berufejubiläums des Herrn Maschinenmeisters Karl Fischer beging. In der Offizin, wo Herrn Fischers Maschine festlich bekränzt war, wu de demselben nebst den Glückewünschen der Geschäftsleitung und seiner Kollegen von erste ^ er ein Sparkassabüchtein und von letzteren ein Tableau mir ihren PvitraitS, das an den Ecken mit Dukaten geziert war, als Ehrengeschenk überreicht. Ein fröhliches Mahl das der Frau Wirthin alle Ehre machte, vereinte sänmrliche Mitglieder des Kronlandsvereins im neuen Saale des „ Adambräu " in W lttri, bei dem e? an emsten und heiteren Trinksprüchen nicht fehlte Nachmittags wurde bii sehr f ischer Brise zu Wagen ein Ausflug zum Tiefelthaler nach Mil? gemacht, wo bei trefflicher Bewirthang ftch bald das heiterste Leben entwickelte und der von Herrn Professor Noggler trefflich geschulte und über gute Stimmen v ^ fügende Gesangverein „ Thpographia" einige heuere Piecen znm Besten gab. Avenvs fanoen sich die Berufsge offen des Iubila S und zahlreiche geladene Grste abermals im Saale des „ Avarnbräu " ein. DieMusikkapelle des k. k. Jnfant. - RegimenteS und die „ Thpographia" concertierten abwechselnd. Herr Engl begrüßte namens des festgebenden Vereins die Gäste, Herr Hosp zeichnete in der Festrede den Lebenslauf des Jubilars und brachte ihm die Glückwünsche der Festversammlang und den Trinkspruch dar. Herr Zeidler trug ein von Herrn Professor von Bintler erdachtes Gelegenheitsgedicht vor, das so reizend ist, daß uns unsere Leser Dank wissen werden, wenn wir es hier folgen lassen. Herzlieber Bruder, sieh, viel edle Gästei! Doch lernt der Sohn der Sorge früh schon zügeln Sind, mit der Gilde Gutenbergs im Bund, sDen überschäumend wilden Jugenddrang; Erschienen hier zu Deinem Jubelfeste « Ihn trägt ja nicht das Glück auf seinen Flügeln, Und bieten ihren Gruß durch meinen Mund; Er geht in Schweiß und Staub den heißen Gang, Empfang ' ihn froh, er ist verdiente Ehre Und unentwegt muß schaffen er nnd ringen. Du würd ' ger Veteran im Friedensheere!.. Dem Tag des Lebens Güter abzuzwingen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 18. April 1887, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4965-feier-zum-vierzigjaehrigen-berufsjubilaeum-des-maschinenmeisters-1887).
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