Zum Glück blieb sie in einiger Entfernung von der Kirche und dem Pfarihof liegen (Ueber die Operation des Deutschen Kronprinzen) wird von dir „ National - Ztg. " berietet: „ DieAthcmnoth hatte schon 14 Tage zuvor begonnen und sich täglich gesteigert. Sie erreichte am 4. Febr. eine solche Höhe, daß seitdem keine Spaziergänge, sondern nur noch Ausfahrten niöglich waren. Seit dem 7. war sic hochgradig, besonders in den Nächten. Am 9. früh wurde Bramann berufen; das Consilium erklärte die Tracheotomie für baldigst nolhwendig und es wurde an Bergmann telegrafirt. Vormittags trat weitere Steigerung der Atheninoih ein. Um 3 Uhr erklärten die Aerzte, daß man keinen Augenblick niehr warten könne. Der Kronprinz hat diese Ankündigung mit standhaftester Ergebung ausgenommen: „Halten Sie es für nothwendig, so bin ich sofort bereit ", sagte er. Auch mit der Anwendung des Chloroforms war trotz Mackenzie ' s Widerspruch der Kronprinz sofort einverstanden. Der Bart blieb unversehrt. Dr. Bramann machte einen Schnitt, der fast fingerlang ist, vom unteren Ende des Kehlkopfes bis in die Nähe des Brustbeines. Nach der Bluistillung und Eröffnung der Luftröhre wurde sofort die silberne Canule eingeschoben. Die Operationsdauer war mit der Narkose 20 Minuten, der Blutverlust ganz geringfügig, etwa einen Kaffeelöffel. Als der Verband ferlig war, erwachte der Hohe Patient und dankte den Aerzten, diese wieder Bramann für die glückliche Ausführung. Der Kronprinz hat das Chloroform gut vertragen und war schmerzlos, die Athemnoth sofort beseitigt. Der WundveUauf ist, wie bekannt, günstig. " Am 14. d. war der Kronprinz von 11 Uhr Vorm, bis 5 Uhr Abends aufgewesen nnd hat sich im Stuhle sitze,. d und nieist lesend wohl gefühlt. In der folgenden Nacht hat er wenig gehustet, aber Kopfschmerzen ( Neuralgie) gehabt und daher mit Unterbrechung geschlafen. Der ausgeworsene Schleim war etwas blutig verfärdt, was Wohl durch Ritzen mit der Canule entstanden ist und dem die Aerzte keine Bedeutung beilegen. Am 1 ». hatte der Schleimauswurf aufgehört. (Stand der italienischen und französischen Flotte.) Eine eventuelle künftige Kriegsoperation zwischen den beiden genannten ronianischen Nachbarstaaten würde, da die Landgrenze der Alpen die beiderseitigen Landheere schwer aneinandergeralhen ließe, sich Wohl hauptsächlich durch die Flotte vollziehen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. Februar 1888, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5088-glueckliche-tracheotomie-des-deutschen-kronprinzen-auf-grund-1888).
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6 teristisch, voll Leben, doch fast etwas zu grell in der Färbung, sind die Schriftgelehrten, lebhaft die Freude, die fick im Antlitze der eben eintretende Mutter Maria und Josefs über den wiedergefundenen Sohn äußert. E …
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