Lokales und Verschiedenes. (Ein Künstlerstreit.) Die „ Deutsche Zeitung " veröffentlichte am 25. ds. folgende Zuschrift tirolischer Künstler: „Das Andreas Hofer - Denkmal auf dem Berge Jsel. Herr Schriftleiter! Die Unterzeichneten Tiroler Bildhauer sehen sich gezwungen, in Angelegenheit des in Innsbruck zu errichtenden Andreas - Hofer - Denkmals zu erklären, daß es in diesem Falle eine patriotische Pflicht und Nothwendigkeit ist, die Herstellung dieses Nationaldenkmals, dessen Fonds durch allgemeine Sammlungen gegründet wurde, nicht, wie anscheinend geschehen soll, auf privatem Wege an einen Einzelnen, ohne weitere Berücksick tigung anderer tirolischer Künstler zu vergeben, sondern daß eine in solchem Falle immer übliche allgemeine Konkurrenz ausgeschrieben werde, damit jedem Tiroler Bildhauer Gelegenheit geboten sei, bei diesem so eniinent patriotischen Denkmale einen edlen Wettstreit einzugehen und in warmer Begeisterung für den großen Volkshelden sein bestes Können zu zeigen. Wir müssen es ferner als eine alle anderen Künstlern bel idigende Anmaßung bezeichnen, wenn ein tirolischer Bildhauer behauptet, daß er der Einzige sei, der bei Herstellung dieses Denkmals in Beiracht komme, und dieses damit motivirt, daß nur er für Bronzeguß zu arbeiten verstehe und nur er auch in pekuniärer Hinsicht in der Lage sei, die Ausführung eines derartigen Auftrages übernehmen zu können. Alle Unterzeichneten hoffen und wünschen endlich, daß das geehrte Comit6 für das Andreas Hofer - Denkmal allen eigenthümlichen Gerüchten, die über Vergebung und Herstellung dieses Monumentes im Umlaufe sind, durch die baldige Ausschreibung einer Konkurrenz, an der sich alle tirolischen Bildhauer betheiligen können, wirksamst entgeg ' mtreten wird. Wien, 23. April 1888. — Josef v. Gasser, Franz Erler, Hermann Klotz, Silbernagl, Joh. Dorer, Hans Bernard, Adolf Siber, Joh. Unterkalmsteiner, Emanuel Pendl, Franz Koch. " — Wie man uns mittheilt, haben sich nachträglich noch Grissemann und Posch in Imst, Professor Michael Stolz, Trenkhauser, Seraphin Eberhart und Edmund Klotz in Innsbruck dieser Enunciation angeschloffen. Ob und was das Hofer Denkmal- Comitö auf die Zuschrift der obgenannten Künstler erwidern wird, wissen wir nicht; das aber glauben wir bestimmt zu wissen, daß das Comite zur Ausschreibung
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 28. April 1888, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5108-tiroler-kuenstler-fordern-konkurrenz-fuer-das-andreas-hofer-denkmal-1888).
(Eine Hofer - Handschrift beim Schweinmetzger!) Bei einem Bozner Schweinmetzger kaufte ( wie rer „ Sonntagsb. " berichtet) jüngst jemand um 10 kr. Schinken unv erhielt denselben in ein Papier eingewickelt, das sich späte …
(Eine Bitte an unsere Leser.) Es ist wohl männiglich bekannt, daß Andreas Hofer als „ Gouverneur von Tirol " in der hiesigen Hofburg Wohnung genommen hatte, — aber nirgends findet sich ein sicherer Nachweis darüber, in w …
(Paß Strub Feier.) Vom herrlichsten Weiter und sonnenklaren Himmel begünstiget fand, wie bereits kurz gemeldet, am vergangenen Sonntag in dem wildromantisch gelegenen Paffe Strub die angekündete feierliche Enthüllung des …
(Das Sandwirths - Amvesen in Passeicr) sammt den darin befindlichen Gegenständen ist den „ N T. St. " zufolge vom Herrn Leopold von Hofer, dem letzten Urenkel des Andreas Hofer, an die tirolische Adelsmatrikel - Genossen …
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