Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
TOD UND TORE IN NEU UND ALT

Friedhofserweiterung in Angriff genommen mit neuen Portale und Gräberordnung

Sodann wmde in die Frage der Friedhofserweiterung eingegangen. Der Bürgermeister Dr. Falk bemerkt, dieselbe müsse, sobald die Witterung eS er« laube, sofort in Angriff genommen werden, da der alte bereits überfüllt sei. Der neue Friedhof wird sich südlich an den alten in seiner ganzen Länge und in gleicher Größe wie dieser in der Weise anschließen, daß an Stelle des jetzigen protestantischen und israelitischen Friedhofes ein Durchgang zwischen den beiden Friedhöfen verbleibt, an dessen Ostseite ein Portal als Haupteingang erbaut werden wird; ein zweites Portal der Rückseite der bestehenden Kapelle gegenüber wird in den neuen Friedhof führen. An das Südende des neuen Friedhofes wird der protestantische und israelitische Fr ' edhof angebaut werden, und ein Portal in der Mitte der südlichen Umfaffungsmauer den Eingang in dieselben bilden. Der neue wird mit dem alten ein großes Ganze bilden und mit dem alten 4 Portale haben. Die direkte Verbindung des alten Friedhofes mit dem neuen ist so gedacht, daß die ersten Arkaden zu beiden Seiten der Kapelle durchbrochen werden. Die Leichenhäuser kommen in den Zwischenraum zwischen die beiden Friedhöfe, wo jetzt der protestantischen Friedhof liegt. An der Westfront wird die gegenwärtige Todtengräberwohnung beibehalten, der israclitstche wird für Gärtner » und Leichevwärterwohnung bestimmt. T ' « nun der alte Friedhof so schnell überfüllt war, indem wegen des zu niedrigen Preises die meisten Gräber cigenthi mlich erworben wurden, wird für den neuen eine Erhöhung dieser Preise anzustreben sein. G. - R. Reiter verliest sodann folgende auf diese Angelegenheit bezügliche Anträge: 1. Der vorliegende Plan wird genehmigt. Nachdem Pros. Dr. Nicoladoni auf die ungünstige Lage des Leichenhauses für an Infektionskrankheit Verstorbene hivgewiesen und Dr. Falk Abhilfe versprochen, wird dieser Punkt angenommen. 2. Zur sofortigen Ausführung soll die Hälfte der nördlichen nno östlichen Arkadensront gelangen. Gleichzeitig soll die Herstellung der Grüfte derart erfolgen, daß die Privatgrüste 3 », die städtischen 4reihig werden. Jede soll einen Ventilationsschlauch erhalten. Der Bürgermeister Dr. Falk wendet sich aus finanziellen Gründen dagegen und es wird nun ein wodifizirter Antrag angenommen, dahin gehend, daß vorlLnfig nur di: Hälste der nördlichen Ar ' aden mit Grüften anSgeführt werde, die der östlichen aber ohne der Grüfte. 3. Alle nicht tief zu fundirenden Mauern ( also z.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 13. März 1889, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5201-friedhofserweiterung-in-angriff-genommen-mit-neuen-portale-und-1889).

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