Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
STROM AUS DEM SEE FÜR LUMINÖSE LIENZ

Einführung der elektrischen Beleuchtung in Lienz durch Wiener Projekt mit Tristacher-See als Kraftquelle

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 2. August 1889 · Seite 5 · #Elektrisches Licht
(Elektrische Beleuchtung in Lienz.) Aus Lienz wird uns geschrieben: Ein bedeutungsvolles Projekt bildet gegenwärtig das hauptsächlichste Gesprächsthema hier. Ein Elektrotechniker aus Wien will die elektrische Beleuchtung in Lienz eiuführen. Die umfassenden Vorerhebungen, welche von demselben in der jüngsten Zeit angestellt wurden, geben für das Projekt günstige Aussichten. Die Hauptfrage, die Wasserkraft zum Betriebe der Maschinen, ist gelöst, indem der Abfluß des Tristacher - Sees dem Werke dienstbar gemacht wird. Alle anderen Gewässer unserer Gegend würden über strenge Winter eine zu geringe Beständigkeit bieten. Das Zustandekommen des Unternehmens wird jedenfalls wesentlich dann erleichtert, wenn die k. k. priv. Südbahn, welche zur Beleuchtung ihrer Bahnhof und Heizanlagen zahlreicher Lampen bedarf, sich an der elektrischen Beleuchtung betheiligte. An der Betheiligung der Stadtgemeinde rücksichtlich ihrer öffentlichen Beleuchtung ist kaum zu zweifeln; da auch von Seite der Geschäftsleute dem Projekte große Sympathien entgegen gebracht werden, so hat dasselbe alle Aussichten auf Ausführung, an welche dann noch in diesem Jahre geschritten würde.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. August 1889, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5243-einfuehrung-der-elektrischen-beleuchtung-in-lienz-durch-wiener-1889).

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