(Dr. Holubs Bortrag.) Wir können nicht umhin auf den äußerst interessanten Vortrag des Afrikaforschers Dr. Emil Holub heute nochmals zurückzukommen. Ist es auch wegen Mange! an Raum nicht möglich, auch nur eine Skizze dieses 2 Stunden währenden Vortrages ( und Dr. Holub sprach ziemlich rasch) zu geben, so wollen wir doch wenigstens einigeDaten daraus hervorheben. Die letzte Reise ( er begann sie 1883; im Sept. 1887 kehrte er in Heimat zurück) kostete über 100. 000 fl. Der Kaiser gab dazu 25. 000 fl. aus Privatmitteln, 46. 6OO fl. trugen ihm das Werk und die Borträge über seine erste 7 jährige Afrikareise ein, den Rest deckte der österr. ung. Exportverein. Seine Frau und 6 Männer waren seine Begleiter aus der Heimat. Dr. Holub hatte sich diesmal 3 Aufgaben gestellt: E stens jene Länder mit den österreichischen Produkten bekannt zu machen, zu welchem Zwecke er unter anderem an 60 Kisteit voll Sachen mitnähm und damit in Capstadt eine Ausstellung veranstaltete, dann die Erforschung « der Gebiete bis zum Zambesi und drittens die geographische Erforschung der bisher unbetretenen Gebiete jenseits dieses Flusses, in welche nurLivingstone und Serpa Pinta einzudringen versuchten. Die Reise ging zuerst aus der Staatsbahn des Caplands nach Norden, dann mittels 4 Ochsenwagen, an welche 60 Zugthiere gespannt waren, unter allerlei Mühseligkeiten weiter. Der Boden war nach monatlanger Regenlosigkeit kahl wie ein Zimmerboden, das Futter theuer, es kostete täglich 96 fl.. Krankheiten wütheten unter dem Vieh, wogegen er aber mit Erfolg die Impfung anwendete. Die Schilderung der .Bodengestaltung, der überall lauernden Gefahren, der veterinären Verhältnisse, der feigen, faulen, im Aussterben begriffenen Hottentottenstämme, der Banturvölker ( besonders eines Kriegerstammes derselben, der an die Römer erinnern), der 6 Betschuanen - Königreiche, in denen sich das Volk ganz nach dem Könige richtete ( ist dieser z. B. ein Trunkenbold, so säuft das ganze Volk), des edlen Königs Kama, in dessen Reich Todtschlag kaum vorkommt und Diebstahl zu den größten Seltenheiten gehört, die Mühsale der Weiterreise — 70 — 100 km war nicht einTropfen Wasser zu haben und die Jauche in den Fußspuren der wilden Thiere war die einzige Labung
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 29. Jänner 1890, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5278-bericht-ueber-dr-holubs-kostspielige-afrikareise-und-ihre-1890).
6 Dr. Neuner dessen Zeichnungen und Arbeiten vorgelegt, und auf seine Befähigung für dieses Fach aufmerksam gemacht. Bald nachdem F. - M. L. Baron Kuhn Kriegsminister geworden, erfolgte seine Einberufung in das milit. ge …
Um diesen au ' zuspüren brauchen wir nur bei einigermaßen anständigem Wetter in den Garten uns zu begeben, der hinter der Lehrer und Lehrerinnenbildungsanstalt sich befindet Noch immer sehen wir dort Professor Schüler mi …
(Die Spezialkarte der österr. ungar. Monarchie.) In diesen letzten Tagen ist das letzte Blatt der Spezialkarte in den Handel gekommen und damit die im Jahre 1875 begonnene Herausgabe derselben vollendet. Wie in allen Län …
(Tiroler in aller Welt.) In St. Jakob in Defereggen ist, wie die „ Lienzer Ztg. " mittheilt, eine Familie ansässig, deren Mitglieder nie auf einmal in der Heimath beisammen waren, sondern in weiter Welt ihr Glück versuch …
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