Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
WASSERRECHTE IM TRIFTKANAL

Debatte um Vermauerung des Triftkanales und wasserrechtliche Fragen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 21. Februar 1890 · Seite 9 · #Holzrechen
Des Weiteren berichtet G. - R. Reiter über eine Zuschrift der Forstund Domänen - Direktion, worin diese anzeigt, daß sie den Holzrech n außerhalb des Prügelbaues abreiße und den Triftkanal vermauere. Der Antrag des Baucomitö ' s geht dahin, dem Forstärar mitzutheilen, daß die Stadtgemeinde gegen eine Vermauerung des Triftkanales unter der Bedingung nichts einzuwenden habe, daß bereits erworbene Rechte der Anrainer hiedurch nicht beeinträchtigt werde, daß der Kanal unentgeltlich der Stadt überlassen werde und daß ihr Gelegenheit gegeben werde, im Sommer Wasser zur Speisung der an Stelle des Kanals zu erbauenden Ritsche zuzuführcn Auch hierüber entspinnt sich eine längere Debatte, an der sich namentlich Prof. Hirn betheiligt, über die Art und Weise der Weiterbeförderung der Nachwässer des Spitales und der Fäcalstosie des Jnnrains. Die jetzige Beschaffenheit des Kanales wird als gesundheitsschädlich anerkannt und daher die Eröffnung des Bürgermeisters, daß statt d. s bisherigen Kanales diese Stoffe in einer geschlossenen Beton - Ritsche in den Inn geführt werden, allgemeine Zustimmung fanden. G. - R. v. Ga steig er hegt Bedenken, ob das Forstärar berechtigt sei, einfach den Kanal grzumauern, und wünscht Einleitung des wasserrechtlichen Verfahrens. Auch Dr. Wackernell ist dieser Ansicht und stellt den Zusatzantrag, daß das wasserrechtliche Verfahren durchgeführt werde. Der Antrag des Bau - Comite ' s wird sammt diesem Zusatze einstimmig angenommen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. Februar 1890, S. 9, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5289-debatte-um-vermauerung-des-triftkanales-und-wasserrechtliche-fragen-1890).

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