Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BRÜTEN AUF EXOTISCH

Künstliche Brütungsapparate im Casinosaal: Krokodil-, Schlangen- und Straußeneier werden ausgebrütet

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 17. Oktober 1857 · Seite 3
Mer hätte sich vor Kurzem wohl einfallen lassen, daß in Innsbruck einmal Krokodils -, Schlangen und Strauß - Eier ausgcbrütet werden sollten? Und doch ist dies dermal hier der Fall, indem in den beiden künstlichen Brütungsaparaten im hiesigen Casinosaale nebst zahlreichen Eiern von den verschiedensten edlen Hühncrgattungen, auch Eier der obgenannten Thiere heißer Climate in künstlichem Ausgebrütetwerden begriffen sind. Dermal sind die hier gezeigten k. k. privilegirten Brütungsapparate noch etwas kostspielig ( die kleinste Gattung zu 30 Eier — kostet 40 fl. C. M.) wenn selbe aber einmal billiger zu bekommen sein werden, steht deren allgemeiner Verbreitung nichts mehr im Wege, da ibrc Zweckmäßigkeit und leichte Behandlung für jede städtische oder ländliche Wirthschaft gleich einleuchtend sind.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. Oktober 1857, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/529-kuenstliche-bruetungsapparate-im-casinosaal-krokodil-schlangen-und-1857).

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