Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
VON DER RUMPELKAMMER ZUR KUNSTARENA

Renovirter Pelzbühnensaal wieder in repräsentativer Form

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 21. August 1890 · Seite 7
Der sog. Pelzbühnensaal ist ein imposanter Raum von 274 mit 13 Fenstern ohne jede stützende Säule im Innern. Die Höhe beträgt nur 3 ° 67 m. Dieser historische Raum, wo vor Jahrhunderten die Landesfürsten ihre Festlichkeiten und Tänze rc. gaben, wo auch Landtage gehalten wurden, ist mit der Zeit und namentlich in den letzten Dezennien zur Rumpelkammer geworden und war cs auch noch, als das Projekt einer Ausstellung auftauchte. Dieses Projekt gab den Anlaß, diesen althistorischen Raum wieder zur Geltung zu bringen und renoviren zu lassen Sow e der ganze Saal ohne Fenster, mit Ober und Unterboden verlottert war, so auch deffen Eingangstyür. Es wurden Fenster gemacht, es wurde ein Oberbodcn nach dem Entwürfe des P. 0. F. Professor Johann Maria Reiter hergestellt und überhaupt das Ganze schön hergerichtet, so daß sich der Saal nun ganz würdig repräsentirt Gleich beim Eingänge finden wir die Thüre mit einem hübsch gearbeiteten Schloß des jungen strebsamen Schlosfermeisters Wild von Hall, welcher hier zeigt, daß er nicht umsonst die Ausbildung au der gewerblichen Fachschule in München durchgemacht
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. August 1890, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5364-renovirter-pelzbuehnensaal-wieder-in-repraesentativer-form-1890).

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