Bezirksgericht Welsberg einen Brief von ihrer Hand in die Kanzlei an ihren Mann und erschoss sich dann mittelst eines Revolvers. «Die Jungfrau von Radcin.) Neuestens beschäftigt sich das Gerede der Leute wieder mit der „Jungfrau von Radein ", einer wahrscheinlich ekstatischen Person im Dorfe Radein, Bezirk Neumarkt. Man erzählt sich hier, dass sie der Oberin des hiesigen Klosters zur ewigen Anbetung einen Besuch abgestattet habe. Als der Pförtner eines Abends die Kirche schloss, kam aus derselben eine Frauensperson auf ihn zu und verlangte die Oberin zu besuchen. Auf seine Bemerkung, dass es wegen vorgerückter Zeit wohl nicht mehr angehe, einen Besuch zu machen, gab sie sich ihm als die Jungfrau von Radein zu erkennen, worauf er sie der Oberin anmeldete. Dieselbe empfieng sie und bot ihr Gastfreundschaft im Kloster an, die sie mit dem Ersuchen annahm, sie die Nacht in der Kirche zubringen zu lassen. Es wurde ihr willfahren und nach einiger Zeit begab sich die Oberin in die Kirche, um zu sehen, was ihr Gast mache. Da soll sie die „ Jungfrau aus Radein " in Ekstase in der Luft schwebend gefunden haben. Die Oberin berührte sie und bedeutete ihr, sie möge nun zu Bette gehen, da sei sie auch im Nu, ohne dass man sich dessen versehen konnte, in ihrem Zimmer und im Bette gewesen. So die Erzählung der Leute über den Besuch der „ Jungfrau aus Radein " bei der „ ewigen Anbetung " hier. Voriges Jahr wollte sie der Fürstbischof von Trient zur Beobachtung nach Trient führen lassen, sie wusste sich aber vor den Gesandten des Fürstbischofs zu verstecken und ihren Auftrag zu vereiteln. Eine Schwester derselben ist in Hall als barmherzige Schwester im Dienste im Jrrenhause. Dieselbe besuchte sie und gieng mit ihr nach Absam. Wie das „T. Tgbl. " berichtet, theilte sie derselben auf dem Wege mit, dass sie ihren Zustand nicht mehr ertragen könne; sie verfalle jetzt oft plötzlich in Schlaf, aus welchem sie dann an einem ganz anderen Orte erwachte, als der war, wo sie eingeschlafen. So sei sie hier — und dabei deutete sie auf einige am Wege stehende Bäume — hier bei diesen Bäumen erwacht und sodann in die Irrenanstalt gegangen, um die Schwester aufzusuchen. Von Absam kam die Jungfrau in die Stadt herab, um einen Besuch im Franciscanerkloster zu machen, wo sie einen Pater zu sprechen wünschte. Auf die
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. Jänner 1891, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5401-erscheinung-der-jungfrau-von-radein-im-kloster-und-ihre-1891).
September untergebracht. (Ausgewanderl.) In der letzten Woche sind mehrere Personen aus der der Gegend von EbbS nach Pennsylvanien ausgewandert, wo sie sich eine Verbesserung ihrer Lage erhoffen. …
(Eine dunkle Geschichte.) Seit drei Wochen werben drei nach Schwaz zuständige Jünglinge in, Alter von 17, 26 und 27 Jahren vermisst. Am 30. August — so erzählt man — hätten dieselben beim Mondscheinwirt in Schwaz sich Ni …
(Abgefasst.) Vor einigen Tagen sah man einen Bauern von Mutters auf einem „ Grotten" eine sonderbare Ladung in die Stadt bringen, die dann in den weiten Räumen des Justizgebäudes ihr Unterkommen fand. Es waren Pauckrequi …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.