Bevölkerungszahl, die im Jahre 1880 22,144. 244 betragen hat, ist auf 23,835. 261 gestiegen, hat sich also um 1,691. 017 vermehrt, d. i. um 7 ° 6 Percent in zehn Jahren, oder um 0 - 76 Percent pro Jahr, doch ist als ein günstiger ' s Symptom zu verzeichnen, dass in keinem der Kronläuder eine Abnahme zu verzeichnen ist. Die Länder zeigen in Bezug auf den Bevölkerungszuwachs die größten Verschiedenheiten. Reiht man sie nach Zuwachspercenten, so erhältmanfolgendeGruppierung: Am allergeringsten war der Zuwachs in Tirol, wo er nur 0 ' 9 Percent in zehn Jahren, also bloß 0. 09 Percent, pro Jahr betrug. Dann folgen Oberösterreeich mit 3 ° 2 Percent, Kärnten mit 3. 4 Percent, Krain mit 3 - 6 Percent, Görz - Gradiska mit 4 ' 2 Percent. Die eigentlichen Alpengebiete zeigen sonach die schwächste Bevölkerungs - Vermehrung; allein auch die Länder, die früher als Gebiete der Volksüberproduction bezeichnet worden sind, haben bei dieser Volkszählung sich nicht mehr als die an Bevölkerung iumeist zunehmende » erwiesen; vielmehr zeigt Böhmen nureineZunahme von 5 P. Mähren 5 5 P. Die Steiermark hat einen Zuwachs von 5 6 Percent, Salzburg von 6 ' 3 Percent, Schlesien von 6 ' 5 Percent erfah ' en. Vorarlberg hat um 8 ' 2 Percent zugenommen, Triest um 8 ' 8 Percent, Istrien um 9 Percent. Alle diese Länder haben sonach einen Jahreszuwachs, der weniger als 1 Percent beträgt. Einen Zuwachs von 1 Percent und darüber haben Dalmatien ( 101 Percent), Galizien ( 10 ' 4), Bukowina (1 - 1 Percent,) und Niederösterreich ( 13 8 Percent.) In Niederösterreich gibt natürlich Wien den Ausschlag, dessen Zuwachs die statistische Central - Commission mit 21 - 9 Percent berechnet. Die weiteren Arbeiten der Commission werden erst nähere Aufschlüsse geben, damit man auch die Ursachen der Erscheinungen richtig erkenne. Aus der ersten Publicationist noch hervorzuheben, dass in Oesterreich 3,331. 556 Häuser mit 5,020. 528 Wohnparteien gezählt wurden, das ist circa 4 Bewohner per Partei und nicht einmal 2 Parteien auf ein Haus. Tirol zählte im Jahre 1890: 129. 611 Häuser, 174. 563 Miethparteien, 812. 704 anwesende Personen 6 ^ gegen 805. 176 im Jahre 1880, was also eine Zunahme von 7. 528 Personen oder0. 9 ° /o ergibt. Eine bedeutendere Bevölkerungszunahne weist das benachbarte Vorarlberg aus; dasselbe zählte 1890 23. 762 Häuser mit 24. 907 Miethparteien, 116. 216 Bewohner gegen 107. 3 ' 3 im Jahre 1880; also eine Zunahme von 8. 843 Personen oder 8. 2 Percent. Die Bevölkerung der übrigen im Reichsrathe vertretenen Länder stellt sich wie folgt: Anzahl der Anwes. Bevölkerung Niederösterreich.. Häuser 1890 1880 210. 373 2,330. 621 1890 2,651. 530 darunter Wien.. 29. 395 1,112. 025 1,355. 255 Oberösterreich.. 1t 5. 745 759 620 783. 576 Salzburg.... 26. 767 163 570 173 872 Steiermark.... 193. 369 1. 213. 597 1,281. 023 Kärnten..... 49. 701 348. 730 360. 443 Krain...... 83. 894 481. 243 -98 390 Triest sammt Gebiet. 8. 277 144 844 157. 648 Görz - Gradiska.. 36 695 211084 219. 996 Istrien. 56. 389 292. 006 318. 209 Böhmen. 727,352 5,560. 819 5,837. 603 Mähren. 325. 337 2,153. 407 2,272. 856 Schlesien.... 7, 664 565. 475 602. 117 Galizien. 1,029,368 5,958. 907 571 671 6,578. 364 Bukowina.... 127. 884 646. 607 Dalmatien.... 115. 368 476. 101 524,107 In unserem Kronlande ist wie schon oben bemerkt, die Bevölkerung von 805. 176 innerhalb 10 Jahren auf 812. 704 also nur um 7. 528 gestiegen. Diese geringe Zunahme ist eine Erscheinung die zum Nachdenken auffordert. Der Umstand, dass Tirol eine landbautreibende Provinz mit geringer Industrie ist, und landwirtschastliche Beschäftigung bekanntermassen der Gründung eigener Hausstände viel weniger förderlich ist, als gewerbliche Arbeit, nicht nicht hin, dieselbe zu erklären, denn andere Provinzen, die ebenfalls keine ausgedehnten Industrie- Bezirke besitzen, weisen einen bedeutend größeren Zuwachs der Bevölkerung aus. Uns däucht, dass diese Erscheinung auf wenig erfreuliche wirtschaftliche Zustände hinweist, denn wie wäre es sonst möglich, dass in | inem Jahrzehnte, das weder durch großesKriege noch durch verheerende Krankheiten getrübt war, die Bevölkerung nahezu gleich geblieben ist. Ist in dieser Thatsache der Beweis zu erblicken,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 5. März 1891, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5415-geringer-bevoelkerungszuwachs-in-tirol-im-vergleich-zu-anderen-1891).
8 (Volkszählung.) Kufstein zählte am 31. Dee. 1890 3739 Einwohner gegen 1880 um 310 Personen mehr. — Lienz zählt nach der Volkszählung vom 31. December 1890 3602 Einwohner. Im Jahre 1880 hatte Lienz 2823 Einwohner, die Z …
Wahrscheinlich ist derselbe infolge übermäßigen Branntwcingenusses gestorben (Volkszählung.) In Telfs zählte man,am 31. Dec. 1890 2704 Einwohner gegen 2200 im Jahre 1880. In der Gemeinde Rasserein ergab die letzte Volksz …
(Volkszählung.) Die Ortsgemeinde Zirl umfasst nach der neuesten Volkszählung 1579 Einwohner, 809 männlichen, 770 weiblichen Geschlechtes. Im Jahre 1880 zählte Zirl nur 1514 Bewohner, der Zuwachs beträgt somit 65 Personen …
(Volkszählung.) Die Gemeinde St. Johann in Tirol zählt 2934 Einwohner, gegen 2926 im Jahre 1880. Die Zahl der Erwachsenen hat sich vermindert, die der Schulkinder aber zugenommen. — Nach dem Endergebnisse der Volkszählun …
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