(Bergführerwesen.) Das Alpenland Tirol und Vorarlberg zählt zu Beginn der heurigen Saison im Ganzen 626 Bergführer, was im Vergleiche mit der vor 3 Jahren bestehenden Anzahl von 536 einer Vermehrung von 90 Führern entspricht. Hievon können sich infolge Besuches eines Lehrcurses 288 Führer, etwas weniger als die Hälfte, durch den Besitz eines Diploms ausweisen. Die Zahl der einheimischen Führer beträgt über 100 mehr als die Hälfte der Gesammtzahl der behördlich autorisierten Bergführer ( über 1100) im ganzen deutschen u. österreichischen Alpengelrete Die Führeraufsicht üben nachstehende einheimische Sectionen aus: Ampezzo, Bozen, Brixen, Bruneck, Defereggen, Eisackthal, Elmen, Fieberbrunn, Gröden, Hochpusterthal, Imst. Innsbruck, Jselthal, Kitzbühel, Kufstein, Ladinia, Landeck, Lienz, Meran, mittleres Unterinnthal, Sterzing, Täufers, Trient, Vorarlberg, Vintschgau, Wippthal und Zillerthal und außerhalb des Landes die Sectionen Algäu- Kempten, Frankfurt a. M., Magdeburg, Memmingen, Prag, Schwaben, Teplitz, zusammen 34 Sectionen ( 27 inländische und 7 auswärtige.) Führerinstructionscurse wurden abgehalten in Innsbruck ( 3mal), Salzburg ( 2mal), Bozen ( 2mal), in Klagenfurt und München je einmal. Die Führer- Unterstützungscasse verfügt über ein Vermögen von über 42. 000 Mark und hat im Jahre 1892 an Unterstützungen 2750 Mark ausbezahlt. In Bezug auf das Lebensalter zählen die 6 jüngsten Führer, darunter Anton Schwaighofer, geboren 1874 in Kufstein, 19 — 23 Lebensjahre. Die übergroße Mehrzahl steht im Mannesalter bis zu 60 Jahren. In der Altersstufe von 6 < > — 70 Jahren befinden sich 42 Bergführer. Von 70 — 78 Jahren werden noch 7 Führer als diensttauglich angeführt. Als der älteste Bergführer in Tirol und Vorarlberg erscheint der Jtalienisch - Tiroler Girolamo Botteri vulgo Fion, geboren 1815 in Strembo, autorisiert seit 1874. Ist es schon bei 60 Jahren fraglich, ob für die Ausführung von Hochtouren die erforderliche Sicherheit und Gewandtheit in jedem Falle vorhanden ist, umsomehr sollte die letzgenannte Seniorengruppe nicht wieder berufssähig genannt, vielmehr mit einer Gnadengabe bedacht und abgefertiget werden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 22. August 1893, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5714-zunahme-der-bergfuehrerzahl-in-tirol-und-vorarlberg-mit-626-1893).
(Der nette Bergführerverein in Stubai.) Aus Fulpmes wird uns berichtet: Am Ostermontag fand hier in Pfurtscheller ' s Gasthanse die behördlich angemeldete constituirende Versammlung des neuen Bergführervereines für das S …
(Frau Hitt.) „Und oben steht ein Bild von Stein — Frau Hitt im Donnergeroll — Und schaut umzuckt von der Blitze Schein — Ins Land so grausenvoll. " — Jeden! unserer Leser ist eine der beiden hübschen Sagen, die die Verwa …
(Die Solsteinhütte,) 1634m. hoch gelegen, ist nun wieder eröffnet und wird dank der Fürsorge des Besitzers der beiden Gasthöfe „ zurPost " und „zur Martinswand ", Herrn Anton Niederkircher in Zirl, auch bewirtschaftet. I …
(Bergführer.) In Tirol stehen 575 autorisierte Bergführer, darunter 197 geprüfte mit Führer - Diplom, der Touristenwelt zu Gebote. Als Senior dieses Führer - Corps gilt Gleinsner Pankraz, vulgo Marxer Gratze, in Milders …
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