Beilage znden Innsbru ^ er Nachrichten Mr. 105 am § Lftqt, Aus der » Gebt 1e der Glektrieilät. Im technischen Club hielt vorige Woche Herr Dr. G. Benischke, Assistent am Physikalischen Institut der hiesigen Universität, einen Vortrag über „ Gleichstrom -, Wechselstrom und Drehstrom - Anlagen, ihre Vor u Nachtheile ", ein Thema, das gerade hier eines besonderen Interesses sicher sein kann, da, wie der Vortragende selbst hervorhob, wohl kein Land verhältnismäßig mehr mit Anlagen für elektrische Kraftübertragung ausgestatiet ist wie Tirol und insbesondere die Landeshauptstadt und deren Umgebung alle Arten derselben aufweist. Erhöhtes Interesse gewann der Vortrag durch die Demonstration eines von Dr. Benischke neuerfundenen Wechselstrom - Motors. Die nachstehenden Zeilen enthalten eine kurze Jnhaltswiedergabe dieses gediegenen Vortrages: Es ist noch kein Jahrzehnt verflossen, seit das Problem der elektrischen Kraftübertragung greifbare Gestalt angenommen hat, und schon findet man in allen Culrurstaaten eine beträchtliche An zahl solcher Einrichtungen. Tirol ist infolge seiner reichen Wasserkräfte jenes Land, das verhältnismäßig die meisten derartigen Anlagen besitzen dürfte; in Innsbruck selbst und seiner Umgebung finden sich alle Arten von elektrischen Kraftübertragungen, die überhaupt möglich sind. Bei jeder derartigen Anlage, mag sie nun zur Beleuchtung oder zum Betriebe von Motoren, oder beiden Zwecken zugleich dienen, kommt es natürlich darauf an, möglichst wenig von der auf- bewendeten Arbeit zu verlieren Nun tritt aber ein beträchtlicher Verlust bei der Fernleitung der Elektricität auf weitere Strecken in den Leitungsdrähtcn selbst auf, der sich in der Erwärmung derselben äußert. Dieser Verlust wächst mit dem elektrischen Widerstande der Leitung und dem Quadrate der Stromstärke. Um also denselben möglichst klein zu machen, muss man entweder den Widerstand sehr klein machen — und das geht nicht immer, weil dazu dicke Leitungsdrähte nothwendig sind, die die Kosten der Anlage sehr bedeutend erhöhen — oder man muss die Stromstärke möglichst klein wählen. Das letztere lässt sich verwirklichen, ohne dabei gleichzeitig die übertragene Arbeit vermindern zu müssen. Die Arbeitsfähigkeit eines elektrischen Stromes ist nämlich ausgedrückt durch das Product aus Stromstärke ( Ampere) und Spannung ( Volt). Um also eine Leistung vom 1000 Volt - Ampere ( Watt) zu übertragen, kann man einen Strom von 10 Ampere und 100 Volt, oder einen Strom von einem Ampere und 1000 Volt wählen. Da der Verlust sin der Leitung dem Quadrate der Stromstärke entspricht, so folgt, dass der
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 8. Mai 1895, S. 17, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5899-vortrag-ueber-elektrische-stromarten-und-deren-anwendungen-im-1895).
Nach vorausgegangener behördlicher Collaudierung der elektrischen Anlage und des Leitungswerkes, welche zu einem sehr befriedigenden Ergebnis führte, erstrahlen nun abends die Gasthäuser im Dorfe, manche Geschäftsläden u …
(Aus Absam) wird uns geschrieben: Sicherem Vernehuvn nach wird die eleklrische Bel uchtung \ in unserer Gemeinde am 1. September l. Js. in i Betrieb gesetzt werden Dieselbe ist von der res nommierten Firma Siemens und Hc …
6 Gemeindevertretung war veranlasst, an Abhükfe des fühlbaren Wassermangels zu denken. Da nun in nächster Nähe keine reichliche Quelle zu finden war, wurde die im Kaisertbal gelegene Hoflinger- Quelle erworben, und zahlr …
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