ein im Juli v. Js. abgegebenes fachmännisches Gutachten, dass der Thurm im Laufe der Jahre „ sehr gelitten hat ", dass die Schäden anlässlich „ des eingetretenen Rostfraßes an der Blechdachung, der theilweisen Fäulnis der Holzverschalung — namentlich oberhalb der Schallöffnung — und der Vorköpfe der Durchzüge am Glockenstuhle bedeutend genug" sind, „ um auf eine umfassende Behebung der Uebelstände Rücksicht zu nehmen. " Nun dürfen aber nach der zu Recht bestehenden Innsbrucker Bauvorschrift vom 26. November 1886 Holzbaut n aus feuerpolizeilichen Rücksichten nicht hergcstellt werden, und wo solche bestehen, dürfen dieselben nur so lange belassen werden, bis sich die Nothwendigkeit eines Umbaues herausstellt. Dass diese Nothwendigkeit eingetreten, ist evident; und da ist es wohl Sache aller interessierten Kieise, dem bisherigen Scandal ein Ende zu machen. Zu diesen Kreisen zählt der Staat als Eigenthümer der Kirche, das Land Tirol, da die Kirche zu den historisch am meisten hervorragenden Bauten desselben zählt, die Stadt und die gesammte Einwohnerschaft derselben. Die Abtragung des bisherigen Holzthurmes ist ein Gebot unumgänglicher Nothwendigkeit; Gründe der Pietät und der Kunst, sowie der Gemeindesinn für die Verschönerung der Stadt aber erfordern dringend die Ausgestaltung der Fa? ade und den Ausbau der beiden Thürme. Dies Wenige soll genügen. Mögen unsere wohlgemeinten Worte allerorts jene ungesäumte Würdigung finden, wie sie der objectiv dargestellle Sachverhalt gebieterisch erheischt; möge düser Nothschrei nicht wilkungslos verhallen, so lauge es noch Zeit ist! " Im Anhang zu diesem beachtenswerten Artikel feien hier noch einige Bemerkungen gestattet: Der Grundstein zu dieser de heiligsten Dreifaltigkeit geweihten Kirche wurde am 1. Mai 1627 vom Erzherzog Leopold, dessen Statue auf dem Rennplätze steht, im Vereine mit seiner Gemahlin Erzherzogin Claudia gelegt, welche sie auch zur Ruhestätte für sich und ihre Nachfolger bestimmten. Leider wurde die Fortsetzung dieses Baues durch verschiedene Hindernisse, besonders durch die Wirren des schwedischen Krieges und dann durch den im Jahre 1632 erfolgten Tod des Erzherzogs Leopold in die Länge gezogen, so dass erst im Jahre 1640 die Vollendung der Kirche, jedoch ohne die Thürme, durch die Erzherzogin Claudia bewirkt, und am 7. Oktober 1640 der erste feierliche Gottesdienst von den Patres Jesuiten abgehalten werden konnte. Diese Kirche — ein wahres Meisterstück der kirchlichen Baukunst
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. Februar 1896, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6020-dringend-notwendige-sanierung-des-holzthurmes-an-der-1896).
(Aus Stumm) im Zillerthal wird uns geschrieben: Die hiesige Pfarrkirche erhielt vergangene Woche einen neuen Hochaltar. Die Arbeit lieferte die Firma A. Vogl in Hall nach dem Entwürfe des hochw P Johann Maria Reiter in H …
Ganz besonderen Dank aber schulden wir gewiß auch der wohlerwürdigen Ordensgenoffenschaft des allerheiligsten Erlösers, dass sie den hochherzigen Gedanken gefasst hat, eine Herz Jesu - Votivkirche anlässlich dieser Cente …
(A u s E b b s bei K u f st e i n) wird uns unter dem 14. ds. geschrieben: Bei der Himmelfahrts- Ceremonie in unserer herrlichen Pfarrkirche fiel heute ein Engel auf das Kirchenpflaster, glücklicherweise ohne jemanden zu …
(Altarweihe am Blasiberg bei Völs.) Der im Vorjahre und heuer von Kunstgewerbetreibenden in Hall nach dem Entwürfe des P. Johann Maria Reiter ausgesührte Altar sammt Sacramentshäuschen wurde am 18. ds. am Orte seiner Auf …
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