Gemeinderaths - Sitzrmg am 1?. April. (Schluss.) Wie schon in dem Berichte am Samstag mitgetheilt worden ist, bewilligte der Gemeinderath den Betrag von 6400 fl. für eine unbedingt nothwendige Vorarbeit zur Herstellung des Elektricitätswerkes. Wie der Berichterstatter des Elektricitäts - ComiW Dr. Hammerl ausführte, soll das Wasser, welches in Mühlau der Stadt zur Verfügung steht und nicht als Trinkwasser Verwendung findet, für das Elektricitätswerk verwendet werden. Die Wassergewinnung geschieht theils aus dem Trinkwasserstollen theils aus dem Mühlauer Bache. Die Fassung des Wassers im Trinkwasserstollen könne man aber unter keinen Umständen einer Firma überlassen, der schließlich die Ausführung des Elektricitätswerkes übertragen wird, da dieselbe mit den Verhältnissen unserer Trinkwasser - Leitung nicht vertraut ist und die Trinkwasser - Versorgung gefährdet werden konnte. Deshalb müsse die Wasserfassung, deren Kosten auf 6500 fl. angeschlagen werden, in eigener Regie der Stadt geführt werden. Das Wasser für das Elektricitätswerk soll in einer Röhre von 500 mm Durchmesser und 35 m Länge gefasst werden. An diese Leitung könnte dann seinerzeit die Druckleitung für das Elektricitätswerk angeschlossen werden. G. R. Kapferer spricht für die Bewilligung dieses Betrages, wenn er auch gewünscht hätte, dass das Elektricitätscomitä ein fertiges Elaborat für die Anlage des Werkes vorgelegt hätte. Man möge den Betrag schon deswegen heute bewilligen, damit die Oeffentlichkeit sieht, dass es dem Gemeinderath mit der Durchführung des Werkes wirklich Ernst ist. Es wird sich heute darum handeln einen kleine ' Betrag aus dem Beleuchtungsanlehen zu bewilllgen. G. R. Dr. F. Stolz erkundigt sich, ob das Trinkwasser, welches gegenwärtig Ueberwasser ist und zum Betriebe des Elektricitätswerkes verwendet wird, bei eintretender Nothwendigkeit unbeschadet des Betriebes des Werkes wieder als Trinkwasser verwendet werden könnte. Aus den Mittheilungen, die die G. R. Dr. Falk und Pichler machen, geht hervor, dass in dieser Richtung keine größere Verminderung der Kraft zu befürchten ist, als sie bei dem Wechsel der Jahreszeiten eintritt. G. R. Pichler bemerkt noch, dass Studien im Zuge sind, um sich zu vergewissern, ob das Wasser, das durch die Röhrenleitung geht und den Turbinenbetrieb durchgemacht hat, auch noch als Trinkwasser
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. April 1896, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6032-bewilligung-von-6400-fl-fuer-die-wassergewinnung-des-1896).
(Neue Wasserleitung in Lienz.) Der Gemeindeansschuss der Stadt Lienz hat der Actien- I Gesellschaft für Gas und Wasserleitung und Heizungsanlagen in Wien die Herstellung einer neuen Wasserleitung mit dem Kostenaufwand vo …
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