«dt « 3 ite, 108 brachen die Führer, Jäger und Gendarmen, letztere im Civil, um nicht sofort erkannt zu werden, aber sämmtliche bewaffnet und aus einen Kampf gefasst, 12 Mann hoch, von Mayrhofen auf. Die ungünstigen Witterungsverhältnisse erschwerten und verhinderten ihr rasches Vordringen in die lieferen Thalgründe. Am Donnerstag 5 Uhr früh kamen sie zur Berliner Hütte. Sie fanden dieselbe versperrt. Nachdem sie dieselbe geöffnet hatten, fanden sie de Vögel alle bis auf einen ausgeflogen. Derselbe hatte sich fünffach mit Riegeln und Schlössern in der Hütte versperrt und lag im Bett. Es stellte sich heraus, dass er ein bairischer Deserteur war. Die Gauner hatt « n in fünf Hütten nach einander genaust und sie ausgeplündert. Die Dominicus -, die Furtschagel, die Pfitscherjoch -, die Schwarzenstein und endlich die Berliner Hütte. Der in letzterer angerichtete Schaden wird auf 2400 fl. geschätzt. Eine Zeit lang werden sie in zwei Hütten gleichzeitig gehaust haben, in der Berliner Hütte und in der Schwarzenstein - Hütte, und scheinen beabsichtigt zu haben, eine telegraphische Verbindung zwischen beiden herzustellen. Die Vorgefundenen Vorrichtungen lassen auf einen solchen Plan schließen, um sich gegenseitig Gefahr zu signalisieren, komme sie vom Ahrnoder vom Zillerthale. Ein ausländischer Mechaniker sei nach der Aussage des Gefangenen bei der Gesellschaft gewesen. Das Holz der abgegetragenen Brücken ist den Hüttenräubern in der Kälte vortrefflich zustatten gekommen. Der eingefangene Vogel wurde nach Zell transportiert und dem Gerichte übergeben. Bier Führer aber setzten den Weg in südlicher Richtung unter sehr ungünstigen Schneeverhältnissen über den Schwarzenstein fort, um Spuren der entwichenen Gauner zu finden. Es war eine sehr beschwerliche Tour, denn trotz der Schneereifen sanken die Führer in den Schnee ein. Am Sonntag find sie in Bruneck eingetroffen und haben die Heimfahrt auf der Bahn angetreten. Ihre Expedition ins Pusterthal war erfolglos; jedoch vermuthete die Gensdarmerie, welche, wie bereits bemerkt, ebenfalls aufgeboten war, und bis zur Jochhöhe am Schwarzenstein vorgedrungen war, dass einer der Gauner im Schnee verunglückt sein dürfte, denn man sah die Spuren von Schritten, die bei einer Schneeverwehung aufhörten. Es wird angenommen, dass sich diese Gesellschaft 1V 2 bis 2 Monate in den Hütten aufgehalten habe. Unaufgeklärt ist es, wenn nicht mittlerweile der Emgefangene Mittheilungen hierüber gemacht hat, wie das Dutzend dieser Strolche aus dein Thale entkommen ist, ohne beachtet worden zu sein. Ueber Ginzling ins Zillerthal konnten sie bei
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 11. Mai 1896, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6034-auffindung-eines-bairischen-deserteurs-in-der-berliner-huette-nach-1896).
(Begräbnis mit Hindernissen.) Am 1. ds. abends sollte in Bozen die Beerdigung des Landesschützen Mair, der sich erschossen hat, stattfinden. Die kirchlichen Ehren waren verweigert worden. Da die Militärbehörde darauf bes …
(T o d t s ch l a g.) In einem Wirtshause in Aschau im Lechthale kamen am 27 v. M. zwischen 3 und 4 Uhr früh einige Männer in Wortwechsel. Einer der Betheiligten, namens Martin Frick, entzog sich dem Streite und gieng na …
(Ueberfüll.) In der Nacht vom 17. auf 1,8. ds. um halb 2 Uhr ereignete sich in unmittelbarer Nähe der Finanzwachabtheilung und des Gerichrsgebäudes in Nauders ein bedauerlicher Fall. Der Oberanfseher Sebastian Egger und …
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