Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
ROMAN MIT SCHUMANN UND SCHICKSAL

Ein literarischer Einblick in das Hofleben Erzherzogs Ferdinand II. durch den Roman „Das Fräulein von Villanders“

Am Flüsschen Rinya war es zwischen Ungarn und Türken zu einem erbitterten Das Fräulein von Villanders. Hlonum ans der Zeit des Erzherzogs Ferdinand II. Von Arthur von Hlodcrnk. Vorwort. Man treibt heut zu Tage vielfach Tonmalerei. Wollte ich dieser meiner Erzählung vom Fräulein von Villanders ein mir passend erscheinendes Tonstück als eine Art Ouvertüre vorauSschicken, dann müsste ich an die clavierspielende Leserin die Bitte stellen, eine schon als etwas abgedroschen geltende Composition Robert Schumanns aus dem Notenständer hervorzuholen, und das kurze musikalische Gedicht, „ Warum? " betitelt, so schwärmerisch als möglich vorzutragen. Auch an einem „ Motto " aus fremdem Munde würde es mir für diesen Roman nicht fehlen. Es wäre dies der eigenthümliche Wahlspruch des Erzherzogs Ferdinand von Tirol, in dessen Hofleben dies Buch meinen Lesern einen hoffentlich nicht uninteressante» Einblick gewähren soll. Dieser Wahlspruch lautet: „ Unbesiegbar ist die Macht des Geschickes ", — ein Motto, welches nach meiner Ansicht wohl besser für einen fatalistischen Moslem als für einen 1
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 4. Juni 1898, S. 17, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6310-ein-literarischer-einblick-in-das-hofleben-erzherzogs-ferdinand-ii-1898).

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