Theatev - Revue. Am 10. Oft.: .Lumpazi - Vagabundus« von Nestroy. Die Aufführung dieser so anerkannt guten Posse war — den von Frau Braun getanzten Solo pas, mit welchem sich diese brave Tänzerin Applaus und Hervorruf erwirkte, ausgenommen — unter aller Kritik schlecht und äußerst stümperhaft. Vom ganzen sehr zahlreich versammelten Publikum wurde vom Anfang bis zum Ende dieser Vorstellung, den der Tänzerin gespendeten Beifall ausgenommen, das peinlichste Schweigen beobachtet, — eine Toleranz, die nur zu deutlich beweist, wie dankbar und kunstunterstützend das Innsbrucker Theaterpublikum sein würde, wenn unsere Bühnenzustande nur einigermaßen passabel wären. Wir haben nunmehr sammtliche Kräfte der gegenwärtigen Theatergesellschaft zur Genüge kennen gelernt und urtheilen gewiß richtig und nicht zu streng, wenn wir behaupten, daß zwei Drittel derselben durchaus unfähig ist, den ihr zugewiesenen Platz nur erträglich auszufullcn. Wir kennen die allaemeine Entrüstung des Publikums über den Umstand, daß die Bühne des Innsbrucker NatioualtheaierS fo tief berabsinken konnte; wir theilen diese Entrüstung, ohne untersuchen zu wollen, worinnen die Schuld liegt. Nachdem jedoch der Direktion die Unfähigkeit des größten Tveiles ihres Personals kein Geheimniß sein kann, dieselbe bis jetzt aber noch gar keine Anstalten getroffen zu haben scheint, den Forderungen deö Publikums Rechnung tragen zu wollen, fo wird sie es sich selbst beizumessen haben, wenn der von uns gefaßte Beschluß: das hiesige Theater Heuer nicht mehr zu besuchen, allgemein adaptirt und konsequent durchgeführt werden sollte. Hiemit schließen wir unsere Rezensionen; denn sobald einmal eine Bühne durch die öffentliche Stimme als unter der Kritik stehend aufgegeben erscheint, so würde es lächerlich sein, der öffentlichen und allgemeinen Stimmung des Publikums durch nachsichtige Rezensionen entgegen zu arbeiten.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 11. Oktober 1858, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/636-stuemmerhafte-auffuehrung-von-nestroy-s-posse-und-stilles-publikum-1858).
Auch der berühmte afrikanische Mime Jra A ldrige soll auf Gastspiel hieher bereits verschrieben sein. Derselbe hat kürzlich im Salzburger Theater gastirt und enormes Aufsehen durch seine außergewöhnlichen Kunstleistungen …
Wenn wir heute alle Theaterfreunde auf das morgen bevorstehende Benefice des Komikers Herrn von Kochansky besonders aufmerksam machen, so geschieht dieß nicht in der Meinung, als ob sonst von dem theaterfreundlichen Publ …
Vom hiesigen Ferdinandeum wurde beschlossen, die Abfassung und Herausgabe eines tirolischen Idiotikons zu veranlassen. Zu diesem Zwecke wurden geeignete Persönlichkeiten ermächtigt, sich mit Grimm und anderen Autoritäten …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.