Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
STÄDTCHEN OHNE GERICHT UND BAHN

Vils bleibt kleinstes Städtchen in Tirol und Oesterreich ohne Bahnverbindung

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 9. Februar 1901 · Seite 5 · #Statistische Daten
(V o l k s z ä h l u n g s e r g e b n i s v o n N e u L L e. / Der Markt Nentte hatte am 31. December 1900 1571 Personen in 212 Häusern mit 237 Wohn- Parteien. Seit 10 Jahren ist eine Zunahme der Bevölkerung um 78 Personen zu verzeichnen. iVot kszahlnng in Bits.) Die Bevölkerung von Vils, der einzigen Stadt in Anßerfern, betrug nach der Zählung am 3 t. Dec. 19) 0 im ganzen 563 Personen gegen 535 Einwohner im Jahre? 1890. Vor nuzesähr 50 Jahren zählte das Städtchen noch 588 Bewohner. Vils ist die allerkleinste Stadt nicht nur in Tirol, sondern in gau; Oesterreich, und besitzt kein Gericht, kein Gerichtsgefängnis und auch kein — Steueramt. Hoffentlich erhält dafür Vils in absehbarer Zeit eine Bahnverbindung, damit für das stille, freundliche GrenZstädtchen, das seine Stadtrechte Kaiser Ludwig dew Baier zu danken hat, wieder verkehrsreichere lebhaftere Zeiten kommen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 9. Februar 1901, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6726-vils-bleibt-kleinstes-staedtchen-in-tirol-und-oesterreich-ohne-1901).

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