Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
GRABSTEIN ZERSTÖRT, RUHESTÄTTE LEER

Schicksal eines Grabsteines – der letzte Ruheort des Sterzinger Schützenhauptmanns Hatzl

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 1. Juli 1901 · Seite 3 · #Wiltener Friedhof
(Schicksale eines Grabsteines.) Auf dem Friedhofe in Mitten wurde im Jahre 1845 der in Innsbruck gestorbene Sterzinger Schützenhauptmann Georg Hatzl zur ewigen Ruhe bestattet und ihm von seiner Familie auch ein hübscher Gedenkstein am Grabe errichtet. Dieses letztere und der Grabstein befanden sich ursprünglich einige Schritte südlich vom Osteingang des Friedhofes unmittelbar an der Umfassungsmauer, die Grabstätte war von Thuyen überschattet, und so hatte der alte Freiheitskrieger, der anno 1797 bei Spinges, dann 1805 Ln der Scharnitz, 1809 auf dem Sterzinger Moos, am Berg Jsel und in der Sachsenklemme und 1813 im Pusterthal als Schützenhauptmann tapfer mitgekämpft, für seinen narbenbedeckten Körper eine würdige Ruhestätte gefunden. Eines Tages nun wurden von unbekannter Hand die Thuyen abgeschnitten, später wanderte der Grabstein in die südöstlichste Ecke des Friedhofes, und heute ist er auch ^ von dort wieder verschwunden. Er lehnt in Stücke zerschlagen zwischen allerlei Handwerkzeug re. in einem Magazin neben der Friedhofkapelle, und an der Stelle, wo der Stein sich bisher befand, gähnt eine leere, weißgetünchte Stelle an der Friedhofsmauer.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 1. Juli 1901, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6809-schicksal-eines-grabsteines-der-letzte-ruheort-des-sterzinger-1901).

Weitere Berichte aus der Rubrik „Adel, Persönlichkeiten & Nachrufe“

ARZT, DER SEINEN GLAUBEN LEBTE

Trauer um den verstorbenen Gemeindearzt Dr. Julius Schöch – feierliche Leichenfeier in Kirchdorf

Innsbrucker Nachrichten · 8. Februar 1901 · S. 4 · Adel, Persönlichkeiten & Nachrufe

(Dr. Schöch ft) Aus Kirchdorf wird uns berichtet: Am 2. Februar halb 11 Uhr vormittags ist unser Gemeindearzt, Herr vr. vieä. Julius Schöch, inmitten seiner vollen Schaffenskraft, im schönsten Mannesalter von 31 Jahren, …

✎ Korrektur-Modus Klicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel |