Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FÜRSTENGRAB MIT LEERER TASCHE

Kloster Stams und seine historische Bedeutung als Fürstengruft und Stiftung der Hohenstaufen

Unter der inneren verstehen wir die Freiheit der Lehre, welche darin besteht, dass da -, wa- Feuilleton Das Grabmal Friedrichs mit der keere» Tasche und Sigismunds des Müuzreicheu in StamS. Eine Stunde oberhalb Telss liegt Ln wenig reizvoller Gegend das Kloster Stams, der Escorial Tirols. Elisabeth, die Gemahlin des Hohenstaufen Konrad, hat es zur Erinne ung an ihren Sohn, den unglücklichen Konradin, gestiftet. Als sie diesem bald im Tode folgte, wurde von ihrem zweiten Gemahl, Meinhard U. von Tirol, ihre Neugründung reich ausgestattet. *) 1272 bezogen 12Cistercienser- Mönche aus Kaisersheim mit ihrem Abte Heinrich von Honstetteu den vorläufigen Holzbau; erst Ende 1284 war Kirche und Conventsgebäude vollendet. ZN die neugebaute Fürstengruft wurden die Überreste der zwölf Landesfürsten aus dem Hause der Goerzer von Schloss Tirol übertragen und neben der Stifterin beigesetzt. Bis auf Maximilian diente die Kirche als Ruhestätte der Landesfürsten, und reiche Schenkungen wurden dem Kloster als Dank zutheil. 1593 brannte Kirche und Kloster nieder; der heutige Bau stammt aus dem 17. Jahrhundert, 1601 bis 1615 wurde die Kirche erneuert, die Wohnung der Mönche um die Mitte des Jahrhunderts vollendet, die Abtwohuung zeigt den Stil des beginnenden 18. Jahrhunderts. Unter dem Boden der Stiftskirche liegen die weiten Räume Vergleiche Schönherr Gesammelte Schriften.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. Dezember 1901, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6889-kloster-stams-und-seine-historische-bedeutung-als-fuerstengruft-und-1901).

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