Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BIENENFEST UND ALPENPRÄMIEN

Prämienvergabe für Alpenverbesserungen diesseits des Brenners

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 1. Mai 1902 · Seite 4 · #Imkerei
(Ausschreibung von Prämien für Alp enverbesserungen diesseits des Brenners.) Für Verbesserung der Alpen steht für das Jahr 1902 eine Staats und Landessubvention von zusammen 7000 X zur Verfügung, woraus Prämien von 80 X bis 400 X verliehen werden, und zwar Heuer nur im Landestheil diesseits des Brenners. Die Besitzer von Alpen, seien es Privat -, Gemeinde -, oder Genossenschafts - Alpen, welche innerhalb des Gebietes der Bezirkshauptmannschaften Reutte, Landeck, Imst, Innsbruck, Schwaz, Kufstein und Kitzbühel liegen und deren Verbesserung in den letzten zwei Jahren durchgeführt wurde, können, wenn sie Mitglieder der landwirtschaftlichen Bezirksgenosseuschaft sind, sich um solche Prämien bewerben. Diejenigen, welche auf eine solche Anspruch erheben, haben ihre Gesuche im Wege jener Bezirksgenossenschaft, in deren Gebiet die Alpe liegt, an die Sektion des Landesculturrathes zu richten und in demselben folgende Punkte anzuführen: 1. In welchem Gemeindebezirke die Alpe liegt, ob sie eine Gemeinde -, Jnteressentschafts oder Privatalve ist; ob das Gebiet der Alpe Eigenthum des Alpenbesitzers ist, oder ob letzterer nur servitutsberechtigt ist. 2. Die Zahl jeder einzelnen Viehgattung, welche zum Auftriebe kommt und die Dauer der Weidezeit. 3. Ob die Alpe mehrere Läger besitzt und ob dieselben im oder über Holz sich befinden. 4. Ob und welche Servituten auf der Alpe lasten. 5. In welchem Zustande sich die Wege befinden und ob Abfallsgefahr vorhanden ist. 6. Ob und welche Krankheiten auf der Alpe etwa häufiger Vorkommen. 7. Inwieweit die Alpeugebäude, insbesondere das Milchlocale und die Käseküche zweckentsprechend sind und ob für Unterstand des Viehes durch Scheunen, Häge oder sogenannte Viehscherme gesorgt ist. 8. Wie der Dünger behandelt wird, ob er bei den Hütten gesammelt wird und ob allenfalls Jauchengruben angebracht sind; ob der Dünger ausgeführt oder in Leitungen auf die Grasböden ausgewaschen wird. 9. Ob ein Heuvorrath von einem Mahdstücke für Schueefülle, Erkrankungen der Thiere u. dgl. zur Verfügung steht; ob das nöthige Trinkwasser und Brennmateriale vorhanden ist. 10. Ob für die Menge des aufgetriebenen Viehes auch die hinlängliche Nahrung vorhanden ist und die Einteilung des Weideganges und der Weideflächen nach der Weidezeit und der Viehgattung fachgemäß erscheint. 11. Wie die Milch verwendet und verwertet wird, welche Käse gemacht werden, ob gemeinsam oder von den einzelnen Interessenten separat gesennt wird und wie
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 1. Mai 1902, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6972-praemienvergabe-fuer-alpenverbesserungen-diesseits-des-brenners-1902).

Weitere Berichte aus der Rubrik „Bergbau, Handwerk & Landwirtschaft“

KAMMERWÄHLER MIT PROGRAMM

Festlegung der Candidatenlisten für die Wahlkörper der Handels- und Gewerbesection mit lebhafter Theilnahme der Versammlung

Innsbrucker Nachrichten · 17. Februar 1902 · S. 5 · Bergbau, Handwerk & Landwirtschaft

Der Vorsitzende Mößl ersucht nun um Bekanntgabe von Namen für die Candidatenliste und brachte dieselben sodann zur Verlesung. Für den I. Wahl - ' körper der Handelssection wünschte die Versammlung nachfolgende Herren: 1. …

BIENENFLOR IM AUFWIND

Neuntes Generalversammlung des Bienenzüchter-Centralvereins in Innsbruck

Innsbrucker Nachrichten · 17. Februar 1902 · S. 5 · Bergbau, Handwerk & Landwirtschaft

( Vergl. die Erklärungen auf Seite 6.) (Der Bienenzüchter - Centralverein für Deutschtirol) hielt am 11. ds. in Innsbruck seine 9. Generalversammlung ab. Sie war erfreulicherweise sehr stark besucht; unter den Theilnehme …

✎ Korrektur-Modus Klicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel |