Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HALLS VERGESSENE KUNSTPERLEN

Historische Kirchbauten und Friedhofswechsel im Suganertal

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 27. Juni 1903 · Seite 3 · #Denkmale – Gemeinden
Im Suganertal gab es neben rätoromanischen ( ladinischen) Resten nur deutsche Bewohner: die „Plaif " und die Burg ( cimbrisch Würgen) sind ebensogut deutschen Ursprunges, wie Persen und (cimbrisch) Lewe; es Ist jauch noch keine 25 aber schon in Maximilians Zeit fanden in ihm nur mehr die alten Geschlechter ihre letzte Ruhestätte; für die Gemein wurde etwas gegen Westen ein neuer Gottesacker angelegt, der bis auf unsere Tage seinem Zwecke diente. Am Eingänge desselben erbauten die Münzmeister Bernhart und Hans Behem das kleine Veitskirchl. ein, das 1516 geweiht wurde. Es siel 1840 der Erweiterung des Friedhofes zum Opfer, seine wertvollen Glasgemälde wurden ins Ausland verkauft, das Portal von 1495 in die Umfriedungsmauer verbaut. Was sich von alten - Grabmonumenten des alten „ Freythofes " erhalten — es sind zum Teil treffliche Arbeiten einheimischer Steinmetzen — fand seinen Platz an der Außenmauer der Kirche und in der Arkade beim Josefkirchlein, das als „ Heiltumbsstuel " 1505 von Waldaus errichtet, noch dem Erdbeben von 1670 erneuert worden ist. Beachtenswert ist endlich das Doppelkirchlein St. Jakob und St. Magdalena mit Resten gotischer Fresken, das älteste kirchliche Bauwerk Halls ', aus dem Anfänge des 14. Jahrhunderts?) Der Pfarrkirche gegenüber liegt das malerisch» Rathaus.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 27. Juni 1903, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7267-historische-kirchbauten-und-friedhofswechsel-im-suganertal-1903).

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