Stubaier Eisenindustrie. Aus Fulpmes wird uns geschrieben r Als vor zwei Jahren die Wertgenossenschaft der Stubaier Kleineisenindustrie nach dem Konkurse Pfurt ' scheller die industriellen Anlagen dieser bedeutenden Firma erwarb, da zweifelte wohl mancher Übervorsichtige an der Fähigkeit der Genossenschaft, den Anforderungen des so bedeutend erweiterten Geschäftes nachzukommen. Diese Zweifler sind jedoch jetzt vollkommen verstummt, denn die Erfolge, welche nunmehr durch das genossenschaftliche Unternehmen erzielt wur den, werden allgemein anerkannt. Mit äußerst wenigen Ausnahmen gehören sämtliche selbständige Meister der Genossenschaft an; alle haben vollauf zu tun, denn ununterbrochen laufen Bestellungen ein, so daß von Arbeitsmangel keine! Rede ist. Wenn das genossenschaftliche Prinzip in Fulpmes besser als anderswo gedeiht, so ist dies die Folge von mehreren günstigen Umständen, welche hier glücklich Zusammentreffen,! Die Abgelegenheit des Ortes von größeres Städten, mithin die weite Entfernung von größeren Geschäftshäusern für Eisenwaren, weiters die kleinen Betriebe der einzelnen Meister ', welche neben der täglichen Arbeit unmöglich noch' geschäftliche Reisen unternehmen können, der schwierige Bezug von Rohmaterialien aus fernen Gegenden und die kostspielige Beförderung der gewichtigen Erzeugnisse — all diese UmständjS weisen von selbst aus den Zusammenschluß dev. Einzelnen znm gemeinschaftlichen Vorgehen iN kaufmännischer Richtung hin. Diese lokalen, für das Genossenschaftswesen günstigen Verhältnisse wurden noch wesentlich bestärkt durch die Tätigkeit des k. k. Gewerbeförderungsdienstes, vor allem aber durch das k. k. Unterrichtsministerium/ das ans Anregung seitens der Innsbrucker Handels und Gewerbekammer und nach Fertigstellung eines Schulgebäudes durch die Kammer^ die k. k. Fachschule für Eisen und Stahlbearbeitung in Fulpmes aktivierte. All die vielseitigen Unterstützungen, welche seit der Werkgenossenschaftsgründung ( 5. Dezember 1897) nach Fulpmes in technischer und pekuniärer Richtung gelangten, bewirkten Und unterstützten hauptsächlich die Einigkeit der Meister und damit das Aufblühen der Genossenschaft, sowie das der Gesamtindustrie. In welcher Weise das genossenschaftliche Unternehmen vorwärts schreitet und gedeiht, darüber gab die Vollversammlung, welche am 30, September l. Js. im Gasthause Lutz abgehalten wurde, ein anschauliches Bild.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 3. November 1904, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7600-bluete-der-stubaier-eisenindustrie-genossenschaft-nach-erwerb-der-1904).
(Weidmanns - Heil!) Aus Seefeld wird uns geschrieben: Branereibesitzer Robert Nißl aus Innsbruck, welcher mit mehreren Jagdgästen seit Donnerstag in seinem Jagdschloß „ Wildmoos " weilt, hatte das Glück in diesen 2 Tagen …
(Das Kohlengebiet im Tale von Kössen.) Man schreibt uns aus Kössen: Von welch großer Bedenturrg das hiesige Vorkommen von Mineralkohle für das Kössener Tal resp. dessen Bevölkerung wäre, wenn endlich mit der nötigen Sach …
Vinzenz- Konferenz Pradl, insbesondere zur Erhaltung des von derselben gegründeten Kindergartens (Der Vogelfang im Bezirke Inns hruck.) Der „ Bote für Tirol und Vorarlberg' veröffentlicht heute folgende Kundmachung: Dü k …
(Vom Goldbergbau im Zillertal.) Aus Zell a. Z. wird uns geschrieben: Beim Pochwerke des nunmehr wieder aufgenommenen hiesigen Goldbergbaues hat jetzt das Elektrizitätswerk Zell einen Elektromotor aufgestellt. …
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