Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
GASLICHT ODER MINERALÖL?

Fortschritt der Gasbeleuchtungsarbeiten und neue Lichtquelle im Steiner’schen Bräuhaus-Garten

Die Arbeiten an den Bauten für die hiesige Gasbeleuchtungs- Anstalt schreiten, von der trockenen Witterung begünstigt, sichtlich vorwärts und gegen Neujahr werden Innsbrucks Straßen und Plätze, Theater unv Cafe ' s, Laden und Bureaur, Fabriken und Werkstätten die Oel oder Camphinkampcn verbannt haben und im Gaslichte strabten — hoffentlich besser, als solches zuweilen in München der Fall ist. Für kleinere Städte und Lokalitäten, wo sich die Anlage einer eigenen Gasfabrick nicht rentiren würde, und dennoch das Bedürfniß einer besseren Beleuchtung dringend gefühlt wird, für solche möchte es wohl kaum einen befriedigerenden Ersatz von Gasbeleuchtung geben, als die Beleuchtung mit Mineral - Photogen, wie selbe seit einiger Zeit im Schankgarten der Stein er ' scheu Bierbrauerei hier eingeführt ist und allen Anforderungen an Intensität des Lichtes, Eleganz, Geruchlosigkeit und billige Beleuchtungskosten entspricht. Hievon können sich Alle, welche sich für diese neue Beleuchtungsart mittels Mineralöl — aus den Asphaltwerkcn bei Seefcld interessiren, jeden Abend im oben bemerkten S te i n e r ' sehen Bräuhaus - Garten zu Dreiheiligen überzeugen, welcher Garten ( nebenbei bemerkt) in seiner jetzigen Gestalt und Vergrößerung zu den hübschesten der Innsbrucker Schankgärten zahlt, und jener Gegend zur Zierde gereicht
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. Juli 1859, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/762-fortschritt-der-gasbeleuchtungsarbeiten-und-neue-lichtquelle-im-1859).

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