(Karl Reichssreiherr von Fürstenwae rt her.) Gestern schloß sich die Gruft der gräflich Lodronischen Familie auf unseren: städtischen Friedhofe über der irdischen Hülle eines Greises,. der im hohen Alter von nahezu 94 Jahren als letzter männlicher Träger seines Namens ans dem Leber: schied. Freiherr von Fürstenwaerther, welcher seit einern halben Jahrhundert unserern Lande und während des letzten Dezenniums unserer Stadt als Bürger angehörte, entstammte einem bayerischen Adelsgeschlechte, das von Friedrich Ludwig, regierenden: Herzog von Zweibrücken, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzog in Bayern, aus seiner morganatischen Ehe mit den: Hoffräulein Maria Elisabetha von Hepp gegründet wurde. Mit dem Vater des ' Verblichenen, dem Freiherrn Karl Ludwig, der als k. k. Geheimer Rat und Kämmerer, Feldmarschall - Leutnant und Kapitänleutnant der 1. Arcieren - Leibgarde, in: Jahre 1856 ebenfalls hochbetagt zu Wien starb, kam ein Zweig der Familie nach Österreich. Karl Freiherr v. Fürstenwaerther trat in: jugendlichen Alter von 18 Jahren als Fähnrich in die Armee, wurde 1831 zum Unterleutnant, 1833, zum Oberleutnant und 1846 zun: Hauptmann befördert. Zu seinem Leidwesen zwang ihn 1847 ein Kopfleiden, das die Ärzte damals für unheilbar erklärten, den ihm liebgewordenen Militärstand. zu verlassen. In den Jahren 1830 — 31 hatte er noch die Kämpfe unserer Armee gegen die Aufständischen in den italienischen Kleinstaaten mitgemacht. Im Jahre 1844 vermählte er sich mit Kreszentia Gräfin zu Lodron - Laterano und bezog nach seinem Ausscheiden aus der Armee das Schloß Stumm im Zillertale, wo ihm das seltene Glück zu teil wurde, mit seiner Gemahlin das Fest der goldenen Hochzeit feiern zu können. In der Stummer Gemeinde sowohl • als im ganzen Zillertale genoß er wegen seines gemeinnützigen und hilfsbereiten Wirkens allgemeine Liebe und Verehrung. Nach dem im Jahre 1897 erfolgten Tode seiner. Frau zog er dauernd nach Innsbruck, wo er in seltener körperlicher und geistiger Frische lebte. Von dem Unfälle an, den wir seinerzeit meldete::, begann seine Kränklichkeit. Ihm war ein außerordentlich langes' Leben und ein schönes Alter vergönnt. Wie uns noch mitgeteilt wird, war der Verblichene der älteste Offizier der österreichisch ungarischen Armee. Gestern nachmittag fand das Leichenbegängnis mit militärischen Ehren statt. Dem Sarge folgten neben den Angehörigen Seine k. u. k.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 11. April 1905, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7708-tod-des-freiherrn-karl-von-fuerstenwaerther-letzter-maennlicher-1905).
(Oberst von G a st e i g e r t -) Wie bereits gestern kurz gemeldet wurde, starb hier am Sonntag der in den weitesten Kreisen bekannte und ob seines leutseligen Wesens und offenen Charakters allseits beliebte und geachte …
(Beisetzung.) Aus Kitzbühel wird den „ N. T. St. " unterm 16. d. M. gemeldet: Am 14. Jänner schloß sich im hiesigen Ortsfriedhof das Grab über eine teure Leiche. Reichsgras Karl von Lamberg, der Herr auf Schloß Kaps und …
In Silz verschied gestern nachts nach langem Leiden Herr Karl Moriz Edler von M o r i z b u r g, Assistent der k. k. Staatsbahnen, im 42. Lebensjahre. Der Verblichene wird nach Innsbruck überführt und auf dem städt. …
(70. Geburtstag.) Heute feiert der ehemalige erste Präsident des Landeskulturrates Dr. Julius Freiherr Riccabona v. Reichenfels seinen 70. Geburtstag. Gestern, als am Vorabende wurde das Fest in der Familie begangen. Kin …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.