Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
DIE SEELE DER SCHOLASTIKA

Eintreffen eines Dichters am Achenthalcr-See mit Gedicht an Scholastika

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 3. August 1859 · Seite 4 · #Berühmte Feriengäste
Allmälig sammeln sich am Achenthalcr - See die treuen Gäste; der Zug der Fremden ist aber nicht sehr bedeutend, woran wohl die Kriegs - Ereignisse Schuld sein mögen. Doch ist unter diesen Fremden ein seltener Vogel: Oskar v > Rcdwitz, der sich im Denkbuch durch ein Gedicht Verewigte, das wir den auch in diesem Lande zahlreichen Verehrerinnen dieses Dichters hier mittheilen: Scholastika, Scholastika! Du Wirthin aus der alten Zeit, Wie gerne blieb ich länger da — Hier wird daS Herz gar froh und weit. Dich preis ' ich und dein altes HauS, Hier bleiben alle Sorgen aus. Fürwahr für Alles sorgt man hier, Für Herz und Aug ' der Berge Zier; Darin der prächtig klare See! Für ' s Haar der Wellen frischer Wind, Gar würz ' ge Kost für Magenweh, Dazu ein züchtig fromm ' Gestnd. — Fürwahr wie gerne blieb ich da — Behüt dich Gott, Scholastika!
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 3. August 1859, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/771-eintreffen-eines-dichters-am-achenthalcr-see-mit-gedicht-an-1859).

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