kirchliche Weihe, die um halb 3 Uhr stattfand. Aus 3 Uhr wurde eine Übung der. Feuerwehr angeordnet, wobei die Hydranten zum ersten Male zur Verwendung kamen. Die tadellose Funktion der Leitung wurde allseits anerkannt. Nach beendeter Übung versammelten sich die Gemeindevertretung und die Feuerwehren im; Saale des Gasthauses zur „ Post ", woselbst sich I die Ehrengäste schon eingefunden hatten. Hier kam der Dank für den Schöpfer des Werkes, - Gemeindevorsteher und Kommandant Franz Gastl in sichtbarer Weise zum Ausdruck. Die j Gemeinde hatte ihn zum Ehrenbürger, die Feueri wehr zu ihrem Ehrenmitglied ernannt. Die * prachtvoll aus geführten Diplome wurden dem j Gefeierten vom 1. Gemeinderate und Kommandantstellvertreter Josef Hesele unter Worten des herzlichsten Dankes überreicht. Herr Franz Gastl war sichtlich überrascht; er hatte allem Anscheine nach bon dieser Ehrung keine Ahnung gehabt und dankte in schlichten, wahrhaft vom Herzen kommenden Worten. Die Landesverbandsvertreter und Herr Kerber beglückwünschten die Gemeinde zu ihrem Werke und zu dem neuen Ehrenbürger und Ehrenmitgliede. Alle Redner waren eins in dem Wunsche, daß in jeder Gemeinde sich Männer finden sollen, welche die Interessen der Gemeinde und der Feuerwehr in solcher Weise vertreten. Gemeindevorsteher Gastl dankte dem Herrn Landeskultur - Oberinspektor Hohenleitner in herzlichen Worten für die Förderung des Werkes. Zirl, ein sangessreudiger Ort, dank der Bestrebungen des weitbekannten Schulleiters Rangger, der die Grundlage gab, stellte auch seine Sänger in den Dienst zur Festlichkeit. Man sah die Gemeinde und Feuerwehr einig in der Freude über das gelungene Werk und der Ehrung des Schöpfers desselben. Über die Wasserleitung selbst ist zu berichten, daß diese, wie bereits bemerkt, nach dem Plane des Oberinspektors Hohenleitner ausgeführt wurde. Das Reservoir wurde oberhalb des Dorfes, in der Nähe des Kalvarienberges angelegt. Zur Speisung der Leitung sind 10 Sekundenliter verfügbar. Am höchsten Punkt der Leitung sind 6, ' am niedersten 8 Atmosphären Druck. Die Leitung wurde so ausgesührt, daß es möglich ist, am Falle des Bedarfes das Wasser an einen \ Punkt hinzuleiten. Ju die Leitung wurden 21 Innsbrucker Nachrichten Hydranten eingebaut, auch speist sie 19 öffentliche Brunnen. Bei der Übung war ein Hydrant mit zwei Schlauchlinien tätig, was auf die Wassermenge der öffentlichen Brunnen ohne Einfluß blieb. Die Gemeinde Zirl wird durch die Leitung einerseits das Gefühl einer besseren Feuersicherheit gewinnen, auch wird die Wasserleitung zur Verbesserung der sanitären Verhältnisse beitragen; andererseits wird der Gemeinde, welche ja gewiß nicht zu den wohlhabendsten zu zahlen ist, dui ^ ch diese wichtige Neuerung mit der Zeit eine hervorragende Einnahmsquelle erwachsen, welche neue Mittel zur Hebung der Gemeinde ergibt.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 3. Mai 1905, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7735-weihe-der-neuen-wasserleitung-in-zirl-und-ehrung-des-1905).
Das Gaswerk der Stadt Innsbruck. Mit 1. Jänner d. Js. ist bekanntlich das im Jahre 1859 erbaute, bisher der Gesellschaft für Gasindustrie in Augsburg gehörige Gaswerk zu Innsbruck in beu Besitz ' der Gemeinde übergegange …
(Neue Wasserleitung a m A r l b e r g. h Aus St. Anton, 16. d. M. schreibt man uns: Zwischen der k. k. Staatsbahnverwaltung einerseits und der hiesigen Gemeinde andererseits wurden dieser Tage Verhandlungen wegen des Bau …
September in Kufstein abzuhalten. ( „ Grenzbote ".) (D er W afserstollen der Kaiserw er ke durchgeschlagen.) Dem Kufsteiner „ Grenzboten " entnehmen wir: Anläßlich der am 14. d. M. erfolgten exakten Durchführung des 1076 …
April beim Kreisgerichte Bozen. (Aus dem Firmenregister.) Im Register für Gesellschaftsfirmen beim k. k. Landesgerichte in Innsbruck wurde die Firma „ Gesellschaft für Gasindustrie in Atlgsburg, Hauptniederlassung der Re …
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