(Der Verschönerungsverein Rinn) hielt am vergangenen Sänntag im Gasthaus zur Arche unter dem Vorsitze des ersten Vorstandes Josef ZimMermann eine Ausschußsitzung ab, in welcher im Interesse des herrlich gelegenen Ortes aM Haller Mittelgebirge verschiedene Angelegenheiten zur Beratung kamen. Der Zuzug an Fremden und Sommerfrischlern ist von Jahr zrü Jahr ein stärkerer, daher es wohl geraten erscheint, wenn für dieselben, uM es naheliegenden, bereits stark ftequentierten SoMmerfrischorten, wenn nicht momentan ganz, so doch! annähernd halbwegs gleich zu tun, mehr geleistet wird, als es bisher geschah. Vor allem handelte es sich um Herstellung der bisher zum Teil tristen Wegverhältnisse. Zu Beginn der Sitzung gedachte der Vorsitzende in warmen Worten des vor kurzem dahingeschiedenen Kapuzinerpaters Ferdinand von Scala, der in selbstloser Weise so viel für die Gemeinde Rinn gewirkt hat. P. Ferdinand von Scala nahm sich besonders des Schützenwesens und der Feuerwehr art, welch letztere ihn auch zu ihrem EhreNmitgliede ernannte. Durch seine Vermittlung erhielt diese eine schöne Fahne, deren Patin Ihre kgl. Hoheit Prinzessin Mathilde voN SaUsen - Koburg ist. Als Schriftsteller nahm zu öftern P. Ferdinand Rinn, seine Bewohner und Zeitereignisse zum Vorwurf. Besonders hafte er die Hundertjahrfeier des Jahres 1809 im Auge und hatte bereits Schnitte eingeleitet, um zu diesem Anlasse Schützen und Musik in die alte Tracht der Freiheitskämpfer vom Jahrs 1609, wie sie Josef Speckbacher, der Mann von Rinn, getragen, zu kleiden. Zu früh ist dieser edle Mann aus dem Leben geschoben, aber vielleicht werden doch noch Mittel und Wege gefunden, um gerade seinen letzten Plan verwirklichen zu können. Um das Andenken dieses edlen Priesters zu ehren, forderte der Vorsitzende die Versammlung auf, sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen zu erheben. Verbesserungen dev Wege, über welche nun beraten wurde, wurden eifrigst besprochen und hat sich dabei vorzugsweise die Gemeindevertretung, welche über Einladung des Vorstehers mit ihrem Vorsteher an der Spitze zur Sitzung erschienen war, warm hiefür ins Zeug gelegt und in kurzer Zeit gründliche Herstellung der Gemeindewege in Aussicht gestellt, was umso erfreulicher ist, da nur durch einmütiges Zusammenwirken von Berschönerungsverein und Gemeindevorstehung ein günstiges Resultat erzielt werden kann, wodurch der Gemeinde für die Zukunft sicher nicht zu unterschätzende Vorteile erwachsen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 30. Mai 1906, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7989-beratung-ueber-wegverbesserungen-und-andenken-an-pater-ferdinand-1906).
(Die Hnngerburgbahn.) Wie wir vernehmen, ist der Ban der Hungerbnrgbahn eine beschlossene Sache, der erste Teil derselben, die Brücke über den Inn, wird noch in diesem Monat in Angriff geckommen, weil die Vorteile des ni …
(Bon der Hungerburgbahn.) Gestern wurde für das Provisorium zur Herstellung der neuen Brücke der Hungerburgbahn die erste Pilote eingerammt. Eine Menge von Baumaterialien liegt anr rechten Ufer nächst der Kettenbrücke be …
A. Reiß) ausgestellt. (Der Innsbrucker Verschönerungsverein) hielt am 6. Februar seine 26. Jahreshauptversammlung im Saale des Gasthofes zum „ Schwarzen Adler " ab. Sie war leider chwach besucht. Gut vertreten waren die …
M., in allen Werkstätten ausgenommen wurde. (Von der H u n g e r b u r g b ahn.) Die über den Inn führende Brücke dieser Bahn ist zum Großteile bereits aufmontiert, es fehlt noch das letzte Viertel, die Übersetzung der l …
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