Luinq. Scholastika. Zur Frage der Melschversvrgtttrg in Jnttsbrnlk. Hu - Beginn LirM Jiahres ging die Kunde örn ch Me MLrter, daß zur Linderung der Fleischteuerung dk Eifenbahnfmchtgebühreu für Hör iw ich - TrswsymV nach mehreren Städten Österreichs, darunter auch Innsbruck, um 50 Prozent herabgesetzt werden. Stannend las es der gutgläubige JNNsbrucker Bürger und nahtu sich vor, den ersten billigen Braten zu Ehren der fürsorglichen Regierung und der Eisenbahn- Verwaltungen zu Verzehren. Leider mußte es beim Vorsätze Lttibkn; das Fleisch ist nicht billiger geworden. Allerdings haben inzwischen die Mehpreifr Noch mehr ungezogen, aber auch abgesehen davon, hätte jene Frachtbegünstigung gar nicht prersmilderud wirken können. Der MehtvausporL nach Innsbruck ftnett sich rränr lich unter höchst merkwürdigen Umstände;! ab. Wenn der Händler oder Fleischhauer bas zum großer! Teil Ms Ungarn bezogene Schlachtvieh nach Jnusbrnck - Südbahnhüf dirigiert, so nluß er infolge der chMmttkn Zustände dieses Bahnhofes gewärtigen, daß die eingelangte Wagenladung hier tagelang stehen bleibt, bis sie zur Verfügung gestellt werden kann. In letzterer Zeit ist es allerdings etwas anders gelommcn: Mrhrscheinlich infolge der vielen Beschwerden bemüht sich die Südbahn, die Wägen in Innsbruck gleich suszusolgen, läßt sie aber dafür - in Wörgl stehen. Es ist Tatsache, daß die meist an Samstagen früh rnit der k. k. Staatsbahu Ln Wörgl emlaugenden u,! d der Südbahn übergebenen BichLranspotte nun dort mitten im strengsten Winter LO, oft 24 Stunden lang liegen bleiben, bis am SLdbahnhof Innsbruck Platz frei wird. Die Verlegung des Stillagers nach Wörgl bessert freilich die Sachlage nicht; für die gräßlich gequälten Tiere wird es nicht er ' trüglicher, daß sie, anstatt in Innsbruck, nur in Wörgl durch 24 Stunden Hunger, Durst und Kälte. ausstehen müssen, und für den Geschäfts mann wird der Schadeil durch den „ libergabsaufenthalt " auch nicht weniger empfindlich. Der Grazer Gütertransport nach Innsbruck beansprucht mindestens 68, der Bndapester sogar 02 Stunden. Nit der Südbahn und ihren: Innsbrucker Bahnhof geht es also nicht, doch wir haben ja noch einen anderen Bahnhof in Innsbruck, die Viebtransporte können ja auch zum Staatsbahnhose dirigiert werden. Da erfährt man aber die höchste Überraschung: in diesem Falle verweigert die k. k. Staatsbahn die fünfzigprozentige Ermäßigung, weit „ diese Begünstigung nur für naw Innsbruck ( nicht auch für nach Willen) adressierte Sendungen Geltung hat! " Es geht doch nichts über diese Begünstigung, welche zur Milderung der Meischteuerung führen soll; der Südbahnhos ist ungeeignet und beim Bezug zum Staatsbahnhof gilt die interessante Ermäßigung nicht! Nachdern bereits inehr als drei Jahre seit der Vereinigung Wittens mit Innsbruck vergangen sind, darf man vielleicht hoffen, daß auch die k. k. Staalsbahn beziehungsweise die Regierung davon bald Kenntnis nehmen werde, man darf sie vielleicht auch daran erinnern, daß es auch in anderen Städten, z. B. in Wien, mehrere Bahnhöfe gibt, die doch alle in aller Welt « als Wiener Bahnhöfe und nicht als Favoritner -, Landstraßener re. Bahnhöft gelten. Bis man an der maßgebenden Stelle aber zu dieser Einsicht gelangt und bis am Südbahnhofe bessere Verhältnisse geschaffen sind, werden die Innsbrucker die „ Begünstigung " eher satt bekommen, als den billigen Braten.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 8. Februar 1907, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8132-unzulaengliche-wirkung-der-frachtbeguenstigung-fuer-1907).
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(Anlage eines Fischereikatasters für Tirol.) Me Fischzucht könnte für Tirol mit seinen vielen Fischwässern eine nicht gering zu schätzende Einnahmsquelle werden, wenn sie zweckmäßig betrieben würde. Tatsächlich liegt sie …
(Besitzwechsel.) ^. Das geschichtlich interessante Anwesen Freundsheim bei Barwies, in eine D ' oPPelbehaüsung umgebaut, erlitt nun zur Hülste einen Wechsel im Besitzer. Während der Innsbrucker Nachrichten eine Teil, in …
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