(Altertumsfunde in Mitten.) Die verschiedenen Tiefgrabungen, welche gegenwärtig in Ober - Wilten vorgenommen werden, habest einige nicht uninteressante Funde ans Tageslicht gebracht. Beim Kellerbart in: KönigAms fand man im Schotter ( der Volksmeinung nach soll einstens der Inn durch Mitten geflossen sein) drei Meter tief einen guterhaltenen niederländischen Raitpsennig aus dem 15. Jahrhundert. Eine ähnliche Münze nebst mehreren römischen Münzen wurde seinerzeit auch bei der Anlage der Schidlachstraße gefunden. — Bei den Grundgrabungen zum Neubane des HZcrn Wagnermeisters Heinrich Engel kamen am Freitag vormittag gleich neben den Trottoirplatten und kaum einen Meter tief menschliche SLeletteile und eine iLanzenspitze zum Vorschein. Wie es aber bei solchen Fällen gewöhnlich geht, wurde die Ätrnze, welche nach der Zeichnung, die ein Arbeiter davon entwarf, möglicherweise römisch war, mit dem Schotter verladen, der zur Junaussi ' cklung nächst dem Peterbründl abgelagert wird. Der Schädel wurde vom Arbeiter nnvorsichtigerweise in Stücke gehackt, soviel läßt sich aber feststellen, daß es ein rundlicher Langschädel ( Nssoesptmls) ist und ein hohes Alter haben muß,, da die Knochen vollständig verkalkt sind. Er gehörte einem Individuum von 50 bis 60 Jahren an. — Bei den Kanalauschlußarbeiten im Garten des Graßnrayrhauses fand eilt Arbeiter am 7. April eine ziemlich gut erhaltene Bronzemünze des Kaisers Augustus ( also aus der Zeit Christi und der Unterjochung Tirols durch die Römer). Sie zeigte auf der vorderen Seite die Porträtbüste des Kaisers und die Umschrift: VIVV8 H. VOVLI ' VL 8. 0. ( gleich ssimtim eonsultu) aus der Rückseite den Augustus aus dem Throne sitzend und die Umschrift: 0on3SN8u 8sn9,tu8 Kt Lssnitum OräinLs kopnÜHue Romani. — Letzten Samstag stieß ein Arbeiter bei den Anschl ' ußarbeiten neben dem Binser Haus auf altes Mauerwerk, welches nicht zum ehemaligen, weiter südlich gelegenen Thaler Haus gehören rann, zumal eine Menge großer, römischer Platt mrd Hohlziegel, auch Scherben eines größeren Terrasigilata - Gefäßes und alte Knochen daherkamm. Me Plattziegel weisen; aus der geplätteten Seite einfache, mit der Fingerspitze ausgeführte Schling Minien und Kreise als Verzierung auf. Der Halsdurchmesser des Terrasigilata - Gefäßes dürfte ungefähr 20 Zentimeter, der werteste Bauchdurchmesser 30 Zentimeter betragen haben. Gegen abend kamen auch zahlreiche Bruchstücke einer größeren unglacierten römischen Urne zum Vorschein. Auch wurden nebst mehreren kleineren Knochenstücken die Unterkiefer eines kleinen Pferdes in deren Nähe gesunden. Die Erde in der Umgebung dieser Mauerreste ist ungemein fett und schwarz. Diese unscheinbaren Funde haben umso größere Bedeutung, als sie im Gebiete Nr. 85. Seite) des sogenannten „ Thaler Suster ", des vermutlichen römischen Friedhofes, gefunden wurden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 15. April 1907, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8168-roemische-funde-bei-baugraben-in-mitten-ans-tageslicht-gebracht-1907).
Otwas vcm alten VeL6j <? e,sK bei Inns brück. Von Wilhelm M oroder - Lusend erg. (Nachdruck verboten.) Wider alles Erwarten ist man bis zur Stunde bei der Kanalisierung Willens noch nirgends aus die ohne Zweifel tief unt …
(Römerfunde im alten Veldidena.) Bei den Kanalisierungsarbeiten in Mitten, dem römischen Veldidena, wurden abermals verschiedene Funde gemacht. Im Höfe des Steinmetzmeisters Linser wurden römische Ziegel, ferner ein Silb …
Verblichenen, ferner die Schützenkolonne Mals, der Schützenverein des Bezirkes Glurns, der Radfahrerverein und der Verschönerungsverein Mals hatten ihrem verdienten Mitgliede prachtvolle Kränze gewidmet. …
(G esundener Scha tz). Aus Rattenberg schreibt Ulan uns: In Breitenbach wurde in einen Bauernhause in einer Mauer eingemauert ein Hafen mit Geldmünzen vorgefunden. Dieselben, zirka 400 an der Zahl sind zumeist Kupfermünz …
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